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Bilder aus "Welten"
Körper
"Der Denker kann nicht Dinge letzter Wirklichkeit erfassen."
Bô Yin Râ, Kultmagie und Mythos



"Kein einziger Bewusstseinsbereich öffnet sich 'von aussen her'."
Bô Yin Râ, Hortus Conclusus



"Der Zwang des Aufhörenmüssens bestimmt eure Forschungsresultate."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"In der Vorzeit gab es Menschen, denen eure Art zu forschen nur als Torheit galt und die mit ihren höchsten und in sich geeinten Seelenkräften ohne euren Apparat die letzten, tiefsten Fragen lösten. Sie fanden hin zum Grund aller Gründe, - doch ihr - verbreitert nur die Oberfläche."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Der Mensch dieser Erde ist nur eine untergeordnete, tiergebundene Art des ewigen geistigen Menschen, aber unausgesetzt, wenn auch unbewusst, mit jedem, auch dem höchsten Menschtum in innerster geistiger Verbindung, mag er sich ihrer würdig erweisen oder nicht."
Bô Yin Râ, Kodizill zu meinem geistigen Lehrwerk



"Nur weil der Erdmensch, in seinem irdisch unfassbaren Kern, geistiger Zeugung 'Zeugnis' aus aller Ewigkeit her ist, kann er, der sich selbst aus dem ewigen 'Augenblick' in die trügerische Scheindauer der kosmischen 'Zeit' fallen liess, dereinst wieder in sein Reich eingehen, mitnehmend aus seinem irdischen Bewusstsein, was er mitnehmen will, soweit es den inhärenten Ordnungen dieses Reiches nicht widerspricht."
Bô Yin Râ, Hortus Conclusus



"Ewige, substantielle Geistigkeit kann in der irdischen Sphäre sich nur dann zur Erscheinung bringen, wenn der nunmehr Irdische, der sich voreinst, bevor die Erde Lebendes erzeugte, im Ewigen dazu dargeboten hatte, auch im irdischen Willen bereit ist, alles körperliche Leid zu ertragen, das um seiner übernommenen Bereitschaft im Geiste willen auf ihn gelegt werden muss, auf dass er es der Seele entwerte."
Bô Yin Râ, In eigener Sache



"Eine der tiefsten Stufen der Erscheinung des 'Menschen' stellt der Erdenmensch selber dar. In ihm hat sich der urgezeugte Mensch des reinen Geistes einem der unfreiesten Wesen seiner Erscheinungsschöpfung: - der Erscheinung des Tieres, verbunden."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Menschen



Wer Ohren hat, zu hören, der wird so manches Wort aus allen Zeiten vernehmen, das 'Fleisch und Blut' nicht hätte offenbaren können."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Got


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"Wer nicht das Wissen seines Traumes seinem Traume überlässt und mutig auf sich selbst verzichtend sich ins Ungewusste, niemals seinem Wissen Unterworfene wenden will, der wird, in seinen Träumen vermeintlich wissend, ewig suchen können, ohne je zu finden, was er sucht."
Bô Yin Râ, Mehr Licht



"Euer Wissen-Wollen ist es, das euch vom Erkennen ferne hält. Euer Wissen-Wollen ist es, das euch nicht erwachen lässt. Euer Wissen-Wollen ist es, das euch zu Sklaven eurer Götzen macht, wie immer ihr sie auch mit Namen nennen mögt."
Bô Yin Râ, Mehr Licht



"Du weisst noch nicht, dass du selbst wahrlich etwas anderes bist als dein Denken, das dich in seinem Reichtum erstickt."
Bô Yin Râ, Welten



"Der Verstand ist nur ein Werkzeug des Menschen und darf nicht zum Herren seines Besitzers werden, sonst wird er zu seinem fürchterlichsten Feinde."
Bô Yin Râ, Das Mysterium von Golgotha



"Ihr seid im Denken viel zu kompliziert geworden, als dass ihr ohne 'umzulernen', Wirkliches im tiefsten Sinn erfassen könntet."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Man muss die Traumbetörten weiterschlafen lassen, bis sie selbst einmal des Schlafens müde werden."
Bô Yin Râ, Hortus Conclusus



"Keiner der in ihren Träumen so Selbstgewissen wird gewahr, wie wertvoll ihm sein Erdenkörper werden könnte, wenn er ihn zu nützen wüsste als zeitlich gegebenen Empfindungs-Verstärker, durch den es der Seele unsagbar erleichtert wird, das hauchzart im Geiste Empfundene an das Gehirnbewusstsein heranzubringen."
Bô Yin Râ, Hortus Conclusus



"Nicht einer aus euch ahnt in seiner Traumbenommenheit, dass aller Streit, den ihr um Gott und Nicht-Gott führt, nur wesenloses Nichts dem wesenlosen Nichts entgegenstellt."
Bô Yin Râ, Mehr Licht



"Die Gefahr ist gross, derart im Erleben des vergänglichen Irdischen hängen zu bleiben, dass die Fähigkeit, Ewiges zu erleben, niemals erreicht werden kann. Nicht das Ewige wird dadurch geschädigt, sondern der irdische Mensch, der das, was in ihm ewiger Natur ist, endgültig und unwiderbringlich in aller Ahnungslosigkeit verliert."
Bô Yin Râ, Hortus Conclusus



"Nichts Unreines kann das ewige Leben im reinen Geiste erlangen."
Bô Yin Râ, Mehr Licht



"Eine Regung des Neides, die nicht augenblicklich bekämpft und zum dauernden Verlöschen gebracht wird, bringt alles geistige Wachstum zum Stillstand."
Bô Yin Râ, Der Weg meiner Schüler



"Traut nicht den Kundgebungen, die man von weiblichen wie männlichen Somnambulen und 'Medien' in den Anfällen ihrer Nervenkrisen erhalten kann! Traut keiner Lehre, die das höchste Vorrecht des Menschen abhängig macht von der Art seiner leiblichen Speise oder von fakirhaften 'Übungen'."
Bô Yin Râ, Mehr Licht



"Die Kräfte, um die es sich bei echten spiritistischen Manifestationen handelt, sind voll Lüge, Laune und Trug, stets bereit, sich mit Hilfe eurer eigenen Kraft bemerkbar zu machen, aber gar weit davon entfernt, sich zu willigen Untersuchungsobjekten zu wandeln. Die Manifestationen, in denen ihr Kräfte des 'Jenseits' am Werke glaubt, sind, wenn irdische Täuschung ausschaltet, nichts anderes als das Spiel unsichtbarer Wesen einer noch fast unbekannten Region der physischen Welt. Der wirkliche 'Verkehr', der einzige sichere Verkehr mit dem ins 'Jenseits' Vorangegangenen, spielt sich allein im Innern, in der 'Seele' ab und ist rein geistiger Art."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Jenseits



"Bevor der 'lebendige Gott' in dir geboren ist, musst du notwendigerweise ein 'gottloser Götzendiener deiner Traumwelt' sein. Bevor der 'lebendige Gott' in dir geboren ist, bist du lebendig tot und ahnst noch nicht in deinen kühnsten Träumen, was dein Leben in Wahrheit ist."
Bô Yin Râ, Mehr Licht



"Du sollst die Aussenwelt mit wachen Sinnen, freudig, als das hier auf dieser Erde dir Gegebene, verbrauchen, aber sei auf deiner Hut, damit du dich nicht in die Aussenwelt ver-hängst und so dir selber zum 'Verhängnis' wirst."
Bô Yin Râ, Der Sinn des Daseins



"Es sind in dieser Zeit weit mehr aufnahmebereite lebende Antennen in menschlichen Gehirnen zu finden, die alles, was irdische destruktive, zertrümmernde Kräfte verstärken könnte, mit wahrer Gier an sich ziehen, als es Aufnahmeorgane gibt für positiv wirkende, aufbauende, erhebende geistige Kräfteschwingungsformen."
Bô Yin Râ, Aus meiner Malerwerkstatt



"Schon unsere Enkel werden die Tage der Wahnverblendung, die sich ihrem Ende zuneigen, mag auch das endliche Ende noch gar fern erscheinen, nicht mehr kennen. Sie werden kaum in sich noch ein Verstehen finden für den Krankheitszustand der Gehirne, die in der Verstrickung dunkler Mächte, denen sie sich selbst ergaben, der Torheit Tür und Tore offen liessen, als sei 'der Mensch' nur das arme Erdentier, als das er sich empfindet, solange er nicht weiss, dass er des Geistesmenschen Pforte zur Erlösung darstellt. Erst dieses Wissen bringt Gewissheit, dass ihm die höchste Form der Liebe allein die unerhörte Macht verleihen kann, dieser Erde Angesicht derart zu verwandeln, dass alle Trübsal, die der Mensch auf Erden fand, dass Krankheit, Not und Jammer von der Erde schwinden müssen, wie jene Ungeheuer schwanden, die einst das frühe Menschentier erst floh und dann besiegen lernte."
Bô Yin Râ, Das Buch der Liebe



"Ein Teil der Erdenmenschheit wird dereinst dem ewigen Geiste bereits im Mutterleib erschlossene Kinder gebären, während ein anderer Teil, immer rettungslos tierverhaftet, zwar nicht, wie die Visionen des Zarathustradichters meinten, den 'Übermenschen', wohl aber das Übertier zeugen wird, das aller Tiere Dumpfheit, Grausamkeit und Krallenlust zuletzt bis zur Selbstzerfleischung übersteigert."
Bô Yin Râ, Briefe an Einen Viele



"Müde sind heute die Besten aller blossen Weisheit der Gehirne. Gewissheit wirst du eher nicht erlangen, als bis du lernst, der schillernden Vielfältigkeit deines Denkens zu entsagen."
Bô Yin Râ, Die Weisheit des Johannes



"Verlasse die Welt der wechselnden Vorstellung, wie sie nur in deinem Kopfe lebt und west! Das ist 'die grosse Entsagung'."
Bô Yin Râ, Das Buch der Königlichen Kunst



"Jeder Gedanke der 'Bosheit' oder des Hasses, sei auch, deiner Meinung nach, das Gehasste noch so sehr des Hasses 'wert', liefert dich, ohne dein Wissen, den Unholden aus dem Unsichtbaren in die Gewalt."
Bô Yin Râ, Der Sinn des Daseins



"In den anderen Tieren, die du so peinlich von deinem Menschlich-Tierischen zu scheiden suchst, glaubst du das 'Böse' zu finden, weil du eben doch deine eigene Tiernatur in ihnen wiederentdeckst und dich verführen lässest, deine eigenen Tatmotive in des Tieres Trieb zu übertragen."
Bô Yin Râ, Der Sinn des Daseins



"Nur der Mensch reisst seine, auch ihm in seiner Tiernatur gebotene Grenze zuweilen ein, und nur im Menschen kann der Trieb zur Selbsterhaltung schauerlich entarten."
Bô Yin Râ, Der Sinn des Daseins



"Wenn du dein Nebentier betrachtest, wie es vor dem Frasse seine Beute quält, dann bist du gar schnell versucht, das Tun des Tieres als ein Zeugnis seiner eingeborenen 'Bosheit' zu bewerten, und doch ist hier nur Äusserung der Freude an dem Frasse, Äusserung des Wohlgefühls, die Beute nun in seiner Macht zu haben, und, nicht zuletzt, auch Äusserung der Lösung jener scharfen Spannung, die bei dem Lauern auf die Beute sich ergeben oder ein heisse Jagd befeuert hatte."
Bô Yin Râ, Der Sinn des Daseins



"Wohl spricht man mit Recht von der 'Seele' des Tieres, und diese Art 'Seele' west auch in dir, allein sie ist nur fluidisch-physischer Natur und darf nicht verwechselt werden mit der ewigen Seele aus dem Ozean der Seelenkräfte, die nur im Menschen-Tiere und neben dessen 'Tierseele' sich erlebt."
Bô Yin Râ, Der Sinn des Daseins



"Erstaunliche Anhänglichkeit ist in des Tieres 'Seele' zu finden, und ebenso Schreck oder Trauer, wenn es das Nebentier leiden sieht, wobei auch der Mensch ihm 'Nebentier' ist, - aber niemals gleichschwingendes Mitgefühl, so sehr auch der Mensch geneigt ist, gewissen Tieren solches zuzusprechen."
Bô Yin Râ, Der Sinn des Daseins



"Dein Nebentier mag vielleicht einem anderen Nebentiere helfen, wenn es bemerkt, dass das andere hilfsbedürftig ist, allein niemals wird es das Leid des anderen Tieres mitempfinden können."
Bô Yin Râ, Der Sinn des Daseins



"Du wirst auch das grimmigste Raubtier niemals einer 'bösen' Tat - niemals der Lust am 'Bösen' - niemals, im menschlichen Sinne, der 'Bosheit' beschuldigen dürfen! Aber auch der 'boshafte' Mensch ist zuweilen nur Sachwalter seines Selbsterhaltungstriebes oder des Triebes zur Erhaltung der Art. Was dir dann als 'boshaft' an ihm erscheint, kann immer noch in jenen Grenzen bleiben, die die Natur dem Selbst- und dem Arterhaltungstriebe gezogen hat."
Bô Yin Râ, Der Sinn des Daseins



"Siehe, das 'Böse' ist wider die Natur und wird ihr erst aufgezwungen durch den Menschen! Von allen sichtbaren Geschöpfen ist es nur der Mensch allein, der in der Sichtbarkeit das 'Böse' erzeugt."
Bô Yin Râ, Der Sinn des Daseins



"Wer Hass noch hassen kann, der hat die Liebe noch nicht erkannt! Wer aber niemals hassen konnte, der wird auch niemals lieben lernen."
Bô Yin Râ, Das Mysterium von Golgotha



"In Wahrheit 'gottlos', also Gottes ledig oder von Gott gelöst, kann kein Erdenmensch sein, da das für ihn heissen würde, im gleichen Augenblick physisch wie im Psychischen ein Nichts zu werden, wenn das möglich wäre. Es ist immer eine 'Asthenie', eine Fähigkeitsschwäche, die den Erdenmenschen dazu bringt, sich einzureden, er sei losgelöst von Gott."
Bô Yin Râ, Über die Gottlosigkeit



"Hass ist nur die Form ohnmächtiger, ihrer Macht nicht bewusster, Kraft: der gleichen Kraft, die als Liebe ihre Selbsterlösung findet."
Bô Yin Râ, Das Mysterium von Golgotha



"Solange Liebe noch etwas zum Hassen braucht, und sei es auch das Verwerflichste, solange ist das, was du 'Liebe' nennst, nur ein Wechselbalg betrogenen Strebens und Gefühls und hat mit der göttlichen Liebeskraft nicht das mindeste zu schaffen."
Bô Yin Râ, Das Mysterium von Golgotha



"Stets wirst du, wenn du Hass in dir nährst, auch wenn du nur das 'Hassenswerteste' zu hassen meinst, dich um die Entfaltung deiner höchsten Kraft, der Kraft der Liebe, betrügen."
Bô Yin Râ, Das Mysterium von Golgotha



"Töricht und einer Selbstbesudelung gleich ist jeder Hass und jede Verachtung eines der Menschheitsglieder gegen ein anderes."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Glück



"Es gibt in diesem Weltall unsichtbare Intelligenzen, die nur dem Hasse leben, aber auch sie sollst du nicht hassen, so sehr sie dich auch mit ihrem Hass verfolgen."
Bô Yin Râ, Das Mysterium von Golgotha



"Du kannst das Verachtungswürdige verachten, das heisst: seinem mangelnden Werte nach ihm deine Achtung entziehen, aber du sollst es nicht hassen zu müssen glauben."
Bô Yin Râ, Das Mysterium von Golgotha



"Lasse dich nicht täuschen und blicke nicht zu allem, was über dir steht, hinauf! "
Bô Yin Râ, Das Mysterium von Golgotha



"Ihr sagt:
'Die Weltgeschichte
Ist das Weltgericht!'
Gewiss!
Doch ein Gericht,
In dem der Mensch allein
Sich selbst das Urteil spricht!
Hier hat sich 'Allmacht'
Aller Macht begeben …
Hier spricht nur geist-getrenntes,
Tierversklavtes Leben."
Bô Yin Râ, Briefe an Einen und Viele



"Aller Aufschluss über innere Zusammenhänge ewigen, substantiellen geistigen Lebens kann niemals das Bewusstwerden im eigenen Innern ersetzen, und keine gedankliche Darlegung vermag jemals die Gewissheit zu schaffen, die allein das Innewerden dieses Einen, das alle Zahl in sich darlebt, in der leibhaften Empfindung erzeugt."
Bô Yin Râ, Hortus Conclusus



"Es soll dir jede Lehre als irrig gelten, die dir vom 'Bösen' spricht als von einem Erbe, das dir auf Erden in deinem Körper unentrinnbar zu eigen sei."
Bô Yin Râ, Der Sinn des Daseins



"Tierliebe, die das Tier vermenschlichen will, führt zu Menschenhass."
Bô Yin Râ, Kodizill zu meinem geistigen Lehrwerk



"Die meisten Menschen täuschen sich selber, wenn sie von ihrem 'Willen' reden, denn sie meinen entweder ihre Wünsche oder gar ihres Blutes Gelüste, das durch den Willen überwunden werden soll."
Bô Yin Râ, Der Sinn des Daseins



"Niemand steht sich selbst so sehr im Wege wie der Enttäuschte: - der eine Täuschung Losgewordene -! In seinem Grimm darüber, dass er sich täuschen konnte, übersieht er, dass nur sein Vorstellungsbild in ihm die Täuschung bewirkte, und so wähnt er die Wirklichkeit als unwirklich überwiesen, während lediglich ein Bild dieser Wirklichkeit zusammenstürzte."
Bô Yin Râ, Hortus Conclusus



"So mancher weiss kaum, wie er sich belügt, wenn er sich sagt, er sei 'zu schwach', um den Gelüsten seines Blutes Widerstand zu leisten, während er doch in jeder dunklen Stunde sich dabei ertappen könnte, wie er sich eben dieser Lust, die er bekämpfen wollte, erfreut und sie recht eigentlich bei sich hätschelt."
Bô Yin Râ, Der Sinn des Daseins



"Wenn aus Gelüste und Wunsch das 'Böse' erzeugt und Ursache böser Folge wurde, klagt man sein 'Schicksal' an und wird zum Virtuosen in der kläglichen Kunst, die eigene Schuld von sich auf andere abzuwälzen!"
Bô Yin Râ, Der Sinn des Daseins



"Man spricht auf Erden noch immer von der 'läuternden Kraft' des Leiderduldens. Aber das Leid dieser Erde ist an sich nicht 'Klärung', sondern 'Trübung', und seine quälende Gewalt ist nicht 'Kraft', sondern zerfrisst wie eine ätzende Säure alle wirkensträchtige Kraft, wenn sie sich nicht aus Eigenem zu schützen weiss. Was der Erdenmensch an Kraft besitzt in seinem Leibe, ist aber nur dann zu schützen, wenn die Gewalt alles erdentstammten Leides erkannt wird als fressende und Zerstörung verlangende, zeitlich befristete - Lüge."
Bô Yin Râ, Geistige Relationen



"Es ist unumgänglich geistig notwendig, dass man die ebenso törichten, wie satanisch-frivolen Vorstellungen in sich und anderen tilge, die das Leid als ein von Gott verordnetes Erziehungs- oder Strafmittel angesehen wissen wollen und dabei nicht einmal soviel Raum zu höherer Einsicht lassen, dass der Mensch gewahr werden könnte, welche furchtbare Gottesauffassung sie verraten. Es ist für den Gottbewussten kaum zu ertragendes Leid um andere, sehen zu müssen, was man da einem geglaubten 'Gotte' an Scheusslichkeit zuzutrauen wagt und was gar noch armen gequälten Menschen dabei als 'Trost' herhalten muss."
Bô Yin Râ, Briefe an Einen und Viele



"Alles Leid ist nur in der Tiernatur gegeben, die uns hier auf Erden zeitweilige Darstellungsform ist, und selbst das ergreifendste seelische Leid, das hier empfunden wird, gründet lediglich in der Tierseele, die Funktionsergebnis des vergänglichen irdischen Leibes ist."
Bô Yin Râ, Briefe an Einen und Viele



"Der Glaubens-'Trost', unter göttlicher Zuchtrute zu stehen, hat unter den Menschen auf dieser Erde mehr verhütbares Leid entstehen lassen als alle tiermenschliche Bosheit."
Bô Yin Râ, Briefe an Einen und Viele



"Es könnte mancher Mensch sich ein anderes Schicksal schmieden, wollte er nur der Lust, die ihn zum 'Bösen' drängt, von allem Anfang an, sobald sie ihm auch nur leise fühlbar wird, jedes Zugeständnis verweigern."
Bô Yin Râ, Der Sinn des Daseins



"Wenn das in der Vorstellung erzeugte 'Böse' schon die Tat gebären will, dann ist die Kraft des Menschen bereits gebrochen, dann ist der Wille bereits mit dem 'Bösen' verbündet."
Bô Yin Râ, Der Sinn des Daseins



"Wenn auch alles Irdische, einschliesslich des 'Fürsten der Finsternis', von dem Jesus sprach, nur geistfernste physikalische Projektion von Reflexwirkungen wirklicher Geisteskraftstrahlungen ist, so finden sich dennoch in der physischen Welt Fährten zu der Wirklichkeit ewigen Geistes."
Bô Yin Râ, Kodizill zu meinem geistigen Lehrwerk



"Nimm dich in acht vor deinen Träumen, denn die Geister des Traumes sind herrschsüchtig und tyrannisch. Leicht können sie dich länger im Schlafe halten, als du schlafen müsstest, und dann verschläfst du deinen Tag und musst bis zu einem anderen Tage warten."
Bô Yin Râ, Das Buch der Königlichen Kunst



"Es gibt eine Menge angeblich 'seelischer' Regungen auch des 'Menschentieres', in denen es von manchen anderen Tierarten sogar erheblich übertroffen wird, aber diese 'Seele' des Tieres, die auch dem physischen Menschen natürlich eignet, macht weder Mensch noch Tier zum Erleben des geistigen Reiches fähig, wie gleicherweise auch der hochentwickelte Intellekt zur Erreichung des Bewusstseins im wesenhaften Lichte des Geistes 'nichts nütze' ist."
Bô Yin Râ, Das Mysterium von Golgotha



"Körperliches können wir auch wahrnehmen ohne die Seele. Der Glaube des Volkes, der kein Leben des Körpers ohne 'Seele' kennt, meint hier irrigerweise mit dem Wort 'Seele' nur feinere, fluidische, physische Kräfte, auch wenn dabei gleichzeitig diesen Kräften Eigenschaften zugeschrieben werden, die nur der wirklichen Seele zukommen. Möchte nur der Körper, seelenlos geworden, auch 'leblos' sein, dann würden nicht soviel Seelenlose dieses Erdendasein um seine Wärme bringen, und die Warnungen der Evangelien wären gegenstandslos gewesen."
Bô Yin Râ, Das Mysterium von Golgotha



"Lerne die Welt der Vorstellung scheiden von der Welt der Wirklichkeit! Die Vorstellung muss überwunden werden, aber nicht die Wirklichkeit der Welt, die auch 'ein Gott' nicht wirklich überwinden könnte."
Bô Yin Râ, Das Buch der Königlichen Kunst



"Die Welt, in der ihr lebt, weiss nur noch von dem 'Werkzeug', und glaubt in ihm das 'Werk' zu haben."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Töricht ist jeder, der da handelt, als ob ihm Trennung vom Ganzen möglich sei."
Bô Yin Râ, Psalmen



"Wer nicht in der Liebe ist, dem nützt kein Rufen, Bitten und Flehen, denn noch ist sein Stern im Urlicht nicht entzündet, noch ist er nicht reif, auf den Weg geleitet zu werden."
Bô Yin Râ, Psalmen



"Wie willst du hoffen, deinem Gott dich zu vereinen, solange deine Liebe sich von ihm entfernt?"
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Der 'Fall' des Menschengeistes aus reiner, substantieller Geisteswelt in die Einwirkungszone des absoluten 'Nichts' geschah nicht etwa nur in einer fernen Urzeit, sondern ereignet sich immerdar seit Ewigkeiten und in alle Ewigkeit, wie denn auch der physisch materielle Kosmos in all seinem steten Werden und Vergehen dennoch als Ganzes urewig, zugleich mit dem Reiche ewigen Geistes als dessen 'äusserste Gegenwirkung' besteht und bestehen wird. Immerdar aber gibt es auch einige wenige Geistmenschwesen, die dem 'Falle' nicht erliegen und ihren Gott in sich nicht 'verlieren'."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Jeder trägt eine Schuld von Äonen in sich, die es abzutragen gilt, denn was auch immer an diesem Gesamtleib der Menschheit krank und bresthaft ist, das hat jeder Einzelne im 'Ur-Sprung' mit verschuldet, als sich die Menschheit aus ihrer Gottheit löste."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Glück



"Dem Suchenden erwächst die Pflicht zu tagtäglich wiederholter Überprüfung der wirklichen Motive seines Denkens, Redens und Handelns, um so allmählich die Angst in allen ihren Maskierungen zu erkennen und aus ihren Schlupfwinkeln zu treiben. Das ist wahrhaft fördernde Kontrollierung des inneren Lebens und hilft weit mehr als alle 'Gewissenserforschung'."
Bô Yin Râ, Der Weg meiner Schüler



"Angst ist nicht etwas 'Geistiges' und ebensowenig etwas 'Seelisches', obwohl man das Wort 'Seelenangst' geprägt hat. Seelenangst ist nichts anderes als eine Art 'Krampf' gewisser allerfeinster Nerven, der durch die Rückwirkung bestimmter Vorstellungen auf die Gehirnbewegung erregt wird."
Bô Yin Râ, Der Weg meiner Schüler



"Angst ist schlimmer noch als blosse 'Furcht', weil sie alle Lücken stopft, durch die noch der Mut Zugang finden könnte, der von der Furcht nur 'vergessen' wird, um, im Moment des Wiedererinnerns, oft plötzlich mit erneuter Kraft herbeigerufen zu werden. Angst aber will keinen Mut! Angst ist wie ein Zustand der Selbsthypnose, aus dem es nur dann ein baldiges Erwachen gibt, wenn es zu angstfreier Zeit energisch 'befohlen' wurde."
Bô Yin Râ, Der Weg meiner Schüler



"Alles übel ist Furcht."
Bô Yin Râ, Das Buch der Gespräche



"Dir kann auf deinem Wege nichts zum Schaden gereichen, ausser der Furcht vor den hemmenden Kräften der Schuld."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Nicht eher kannst du im Reiche des substantiellen Geistes deine Er-lösung finden, als bis der letzte erdverhaftete Impuls, der einstmals von dir ausging, sich erschöpfte."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Alles, was in dieser Aussenwelt Erscheinung bildet, hat Da-Sein nur durch Leid: vermag sich nur im Da-Sein zu erhalten, indem es seinetwegen anderes leiden lässt."
Bô Yin Râ, Die Ehe



"Nie lässt sich eine Welt vom Leid befreien, die nur bestehen kann durch Leid, und alles Mühen Einzelner, durch Da-Seins-Unterdrückung und Verzichtleistung auf Da-Sein, dieser Erde Leid zu mindern, bleibt ergebnislos: ist nur des Mit-Leids tröstende Betäubung."
Bô Yin Râ, Die Ehe



"Nicht nur dir selbst sollst du in diesem Erdenleben deine Kräfte, deine Macht und deine Sorge widmen, aber auch nicht nur den Anderen! Je näher du der Harmonie, die geistiges Gesetz von dir verlangt, zu kommen weisst, desto mehr wirst du an Bleibendem gewinnen. Möge es dir gelingen, auch dein geistiges 'Soll und Haben' derart in Ordnung zu halten, wie es der gute Kaufmann innerhalb der Welt der Erdenwerte von sich verlangt, dann wirst du gewiss das Werk deiner Erdentage niemals zu bereuen haben."
Bô Yin Râ, Das Mysterium von Golgotha



"Zwar wird auf dieser Erde nie ein 'Garten Eden' sich erschaffen lassen; allein, was hier sich dennoch wandeln lässt, ist so gewaltig, dass späte Enkel sicherlich voll Entsetzen stehen, finden sie die Spuren heutigen Geschehens unter Menschen."
Bô Yin Râ, Die Weisheit des Johannes



"Alles Leid ist nur in seiner Macht, solange du es hegst und willig seine Herrschaft anerkennst."
Bô Yin Râ, Das Buch des Trostes



"Nur mit 'Verachtung' sollst du deinem Leide begegnen, und nur als sein Verächter wirst du seiner Herr."
Bô Yin Râ, Das Gespenst der Freiheit



"Alle Lust am Leiden muss aus den Seelen schwinden, und solche 'Lust' ist mehr in allem Leiden, als die allermeisten, die da leiden, auch nur ahnen."
Bô Yin Râ, Das Buch des Trostes



"Ich warne vor der Hingabe an das Leid und vor dem grenzenlosen Irrtum, der da im Leide etwas 'Heiliges' und 'Gottgewolltes' sieht, während alles Leid nur Lüge und Übel ist, selbst dort nur nothafte Un-Vollkommenheit, wo es als unvermeidbare Folge der Gesetze dieser irdischen Erscheinungswelt erduldet werden muss."
Bô Yin Râ, Das Buch des Trostes



"Alles Leid ist Lüge! Alles Leid geht dereinst unter in der Wahrheit."
Bô Yin Râ, Das Buch der Königlichen Kunst



"Du hast dir selber deine Gespenster geschaffen, und nur du selbst wirst sie vernichten können!"
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Der Erdenmensch ist viel zu tief gefallen, als dass er ohne Zwischenstufe den höchsten, nie gefallenen Geisteshelfern noch erreichbar wäre."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Du hast dich selbst vor deiner Erdenzeit von deinem Gott getrennt, als du ihn nicht mehr in deinem 'Ich' erkanntest, weil du dich selber suchtest, wo dein Gott allein zu finden war."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Das physisch-sinnlich sichtbare Universum ist der äusserste Gegenpol geistigen Seins."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Alles Irdische, und dazu gehört auch der Traum, ist stets nur ein schattenhaftes Spiegelbild geistigen Seins."
Bô Yin Râ, Okkulte Rätsel



"In der irdischen Aussenwelt wird zwar nur das mehrfach umgewandelte, letzte Resultat vom ewig Wirklichen ausgehender Kräfte, in der Reflexwirkung dieser Kräfte aufeinander, erfahren, aber damit ist dem Erdenmenschen keineswegs nur ein Schein und Schatten gegeben. Alle irdische Erscheinung lässt sich für den seiner geistigen Sinne bereits Mächtigen zurückverfolgen bis zur Anschauungswende, von der an die alle Form wirkenden Urseinskräfte dann als ein substantielles Geistiges erlebbar werden."
Bô Yin Râ, Der Weg meiner Schüler



"Wisse, dass Meer und Land nicht so scharf geschieden sind, wie die niederen, erdensinnlich nicht fassbaren Kräfte, die an der 'Welt der Materie' gestaltend und zerstörend wirken, von den hohen, im höchsten Lichte erkennenden Mächten des Geistes."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Wer die gestaltenden Kräfte in dieser Erscheinungswelt der physischen Materie einmal in ihrer furchtbaren Macht und in der unfassbaren Einfachheit ihres unerbittlichen Willensstrebens erkannte, den flieht alsobald die Oberflächentäuschung, als ob das sinnlich fassbare All nur 'die Harmonie des Geistes' sichtbarlich verkörpere."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Die Lenker in den niederen unsichtbaren Reichen sind die furchtbarsten Feinde deiner Seele."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Die 'Schmarotzerkräfte' des unsichtbaren Teiles der physischen Welt sind Wesen, die dem Anschein nach, den Kräften, aus denen sich die Seele auferbaut, sehr ähnlich sind, jedoch beileibe nicht etwa mit 'Seelenkräften' verwechselt werden dürfen."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Das 'Leben' des Geistes bedingt unendlichfältige geistige Gestaltung in ihm selbst, in Urseinselementen, und deren Auswirkung wieder bedingt zuletzt die gleichsam 'erstarrte' physische Erscheinungsform: - unendlich 'ausgedehnte' Geisteskraft in einem Zustand des Gebanntseins, der relativen Ohnmacht, des Gebundenseins in starr bestimmten Formwillen."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Es sind viele 'Arbeiter im Weinberg' nötig, und die Menschheit dieser Tage würde vieles gewinnen, wenn ihr wieder kundige Helfer und Lehrer erstehen könnten, die auch im Unsichtbaren dieser physischen Welt auf sicheren Wegen zu wandeln wüssten."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Du warst in der 'Welt der Ursachen' heimisch, doch deine Furcht trieb dich in die 'Welt der Wirkungen' hinaus. Das ist die Wahrheit in den Sagen von einem 'Paradiese' und vom 'Sturze' des Menschen durch einen 'Sündenfall'!"
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"In beiden Reichen dieser physischen Welt, dem sichtbaren wie dem unsichtbaren, trägt jede Tat auch ihre sichtbaren wie ihre unsichtbaren Folgen. Jeder Willens-Impuls, jeder Gedanke und jedes Wort ist hier als 'Tat' zu werten. Du bleibst verhaftet an die Folgen deiner Tat, bis du deiner Seele Kräfte geeint und dich mit ihnen Gott vereinigt haben wirst. Dann erst wirst du deiner Taten Folge vernichten können, soweit du sie vernichten willst."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Du siehst die Sternenheere der Nacht und du kannst nicht fassen, was sie erhält, und dennoch ist dieses ganze Weltenall mit seinen zahllosen Sonnensystemen nur das geringste Zeugnis einer Kraft, der auch du dein Dasein dankst und deren höhere Offenbarung dir, bis in ihr ureigenstes Wesen, werden kann, wenn du den Weg, den Liebe und Erbarmen offenhalten, beschreiten magst."
Bô Yin Râ, Mehr Licht



"Die Kräfte der äusseren Erdnatur lernten längst den Menschen als Herrscher kennen, jedoch in seinem inneren Bereich begnügt er sich in schwächlichen Versuchen, mit seinen Kräften zu paktieren, da er die hohe Kraft in sich nicht kennt, durch die er nicht nur Herr der Innenkräfte seiner physischen Natur geworden wäre, sondern auch nach aussen hin der höchsten Wirkung mächtig, würde auch nur ein grösserer Teil der Erdenmenschheit gemeinsam sich in dieser Kraft vereinen."
Bô Yin Râ, Das Buch der Liebe



"Verlangt wird nichts von dir, als dass du deinen ganzen Körper von den Füssen bis zum Scheitel in dein Selbstbewusstsein aufzunehmen suchst. Es ist ein anderes, ob deine Körperzellen dir gehirnbewusst sind, oder ob dein ganzer Erdenleib durchströmt von deinem Selbstbewusstsein ist."
Bô Yin Râ, Das Gespenst der Freiheit



"Nur Unbestimmtheit ist vom Übel; nur Unentschiedenheit gereicht zum Verderb!"
Bô Yin Râ, Der Weg zu Gott



"Lass dich nicht fangen in den Fallen falscher Freiheitstriebe, wie man Vögel fängt mit Vogelfutter vor gespannten Netzen!"
Bô Yin Râ, Der Sinn des Daseins



"Vor dem ewigen, wesenhaften Geiste ist alles 'Böse' nur zeitlich erscheinender, vergänglicher Irrtum, dessen physische Realität für geistiges Bewusstsein ein 'Nichtsein' ist, denn was allein im Geiste sich selbst erlebt, ist ewige Vollkommenheit: - das urgezeugte und ewig sich selber weiterzeugende 'Gute'."
Bô Yin Râ, Wegweiser



"Von tausend Menschen wissen neunhundertneunundneunzig ihren Willen noch nicht zu gebrauchen und halten sich für 'willensstark', weil sie hypnotisierte Sklaven ihrer Affekte sind."
Bô Yin Râ, Das Reich der Kunst



"Du beherrschst deine Triebe nur dann, wenn du jederzeit mit wachem Willen dich ihnen anvertrauen kannst, ohne befürchten zu müssen, dass sie dich weiter treiben könnten als du getrieben werden willst!"
Bô Yin Râ, Welten



"Ein Trieb ist nicht vernichtet, wenn er aus Furcht vor Strafe sich nicht zu äussern wagt."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Menschen



"Es ist kein Paktieren möglich mit des 'Tieres' nimmersatten Trieben, und keine Folge triebversklavten Handelns lässt sich tilgen."
Bô Yin Râ, Kultmagie und Mythos



"Wer den Weg, der ihn zur Selbsterkenntnis führen sollte, nicht im Wege zur Vernichtung enden sehen will, der hüte sich, des 'Tieres' Stimme zu vertrauen!"
Bô Yin Râ, Kultmagie und Mythos



"Wo Fleisch und Blut noch nicht durch Lebenskunst gemeistert sind, dort muss alle Liebe, die erzwungen wird, um ein Gebot zu erfüllen, nur elende Grimasse bleiben, muss zur 'Sünde' werden wider das eigene Fleisch und Blut, zur 'Lüge', die am Mark des Lebens frisst."
Bô Yin Râ, Das Mysterium von Golgotha



"Alles Wirken 'künstlerischer Ausdrucksformen' ist Zeichen-Magie, bedingt durch das Finden der gleichen Kräftediagramme, wie sie der Körper physisch-real in sich zur Darstellung bringt. Das gilt sowohl von dem schöpferischen Gestalten, als auch vom empfindungsbewegten seelischen Erfassen eines jeglichen Werkes jeglicher Kunst, wenn auch für den Gestalter künstlerischer Ausdrucksform ebenso wie für den durch sie Angesprochenen geheimnisvoll bleibt, was beider Erleben erregt."
Bô Yin Râ, Mehr Licht



"Die wirkliche Würde und Erhabenheit einer so hohen seelischen Auswirkungsfähigkeit des irdischen Menschen, wie sie in der bildenden Kunst zutage tritt, ist vom substantiellen ewigen Geiste her bestimmt und kann niemals gemindert werden durch irgendwelche Massen einzelner, die sich in der ihnen dargebotenen und vom Geiste her vorbehaltenen seelischen Höhenlage nicht zu erhalten wissen."
Bô Yin Râ, Aus meiner Malerwerkstatt



"Jeder, der das gemeinhin als 'religiös' bezeichnete Streben seiner Seele umzulenken sucht und beispielsweise in der Kunst, im ästhetischen Empfinden, im wissenschaftlichen Erkenntnistrieb oder in der Freude an der 'Natur' seine 'Religion' sieht, ist ein Sklave des feineren physischen Organismus geworden und schwebt in grösster Gefahr, zum Mörder an seiner Seele zu werden."
Bô Yin Râ, Das Mysterium von Golgotha



"Ihr lebt noch wie die Tiere, die das 'Ich' nicht in sich tragen, wenn auch euer Leben wohl mit 'Wissenschaft' und 'Kunst' verbrämt und euer Dasein mit Genuss schon reichlich übersättigt ist."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Was diese Welt als 'Geist' bezeichnet, ist Begriff und Denken, oder gar die Virtuosität, durch schnell gefundenen Gedanken das Entlegene in frappierenden Zusammenhang zu bringen."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Dein 'eigener' Körper ist nur an-genommen in dieser Welt der - Annahme."
Bô Yin Râ, Das Buch der Königlichen Kunst



"Gelassen lasse das 'Angenommene'! Du hast es nur gut zu verwalten; es ist keineswegs dein Besitz."
Bô Yin Râ, Das Buch der Königlichen Kunst



"Das ganze Weltenall ist 'durchsetzt' mit Raumwelten, die einander normalerweise unwahrnehmbar sind, solange nicht eine Art 'Isolationsbeschädigung' vorübergehend Kontakte mit der Folgeerscheinung des Einanderdurchdringens verschiedenräumiger 'Materie' schafft. Nur das absolute 'Nichts', das als eine sehr reale Sache dieses ganze Weltenall in ewiger Starre, als irdisch unvorstellbar 'Hartes', umgrenzt, ist ohne Raum und ausser allem als möglich gegebenen Raum: - absolut distanzlos, gehirnlich auch im Bilde nicht begreiflich."
Bô Yin Râ, Hortus Conclusus



"Sobald dereinst dein Erdenleib dir nicht mehr dienstbar ist, wirst du mit jenem 'Himmel' dich begnügen müssen, dem dein Verhalten gegen dich und deine Nebenmenschen dich vereinbar werden liess, und erst in irdisch unbegreifbar langen Zeiten wirst du derart zu wandeln sein, dass dir auch eine höhere Region der wesenhaften Geisteswelten dermaleinst erfassbar werden kann."
Bô Yin Râ, Das Mysterium von Golgotha



"Man wird einst auf der anderen Seite wenig Anlass haben, sein Weiterleben zu lieben, wenn man sein Leben - wie es auch sein mag - hier auf dieser Seite nicht liebt."
Bô Yin Râ, Kodizill zu meinem geistigen Lehrwerk



"Auch dieses Erdendasein ist nur begründet in deinem ewigen Leben, dem es wenig verschlägt, auch wenn du es leugnen zu dürfen glaubst."
Bô Yin Râ, Der Sinn des Daseins



"In diesem, deinem Erdendasein schon kannst du dein 'ewiges Leben' finden, wie es dir alle wahren Weisen immerdar verheissen haben, da sie selbst es in sich selbst gefunden hatten, - und wahrlich: deine Freude an des Erdenlebens zeitlicher Beglückung wird alsdann erst ohne Reue sein!"
Bô Yin Râ, Der Sinn des Daseins



"Es ist viel leichter, als du glauben wirst, auf dieser Erde noch zurück in dein innerstes Sein zu gelangen und dort dich zu empfinden, wo du in deinem ewig Eigenen bist!"
Bô Yin Râ, Der Sinn des Daseins



"Die Erde ist es, der wir dem Leibe nach entstammen, und in den Schoss der Erde müssen wir uns, sei es auch nur im Fühlen, vorerst bergen, bevor wir 'neu geboren' werden können."
Bô Yin Râ, Das Geheimnis



"Es gibt keine wahrhafte Erlösung für den Erdenmenschen, es sei denn im Leibe und leiblich empfindbar durch den, seinem Leibe gleichgeformten, lebendig substantiellen Geist!"
Bô Yin Râ, Das Geheimnis



"Wer den Geist in sich finden will, der bleibe sich bewusst, dass er ihn nur der Materie gleichgeformt zu finden vermag, aber weder in Materie versunken, noch über allem Materiellen, in erträumter wesenloser Vorstellung."
Bô Yin Râ, Das Geheimnis



"Es gibt keine Kraft in den unendlichen kosmischen 'Räumen', die nicht zugleich als Ton und Zeichen ihre Art dir offenbaren könnte."
Bô Yin Râ, Welten



"Wer das eigentlich Wesentliche in aller Kunst erfassen will, der wird stets mehr mit dem Körper aufzunehmen genötigt sein, als er weiss und zugeben möchte."
Bô Yin Râ, Mehr Licht



"Soll das Licht aus dem Wort die Herzen der Menschen erreichen, so muss es zuvor die Farbe der Erde zeigen."
Bô Yin Râ, Das Buch der Königlichen Kunst



"Empfindet ihr euch selbst im Ganzen eures Leibes als ein Ganzes, dann werdet ihr wahrhaftig auch den Leib zu ehren wissen, als das Äussere des 'Tempels', der in sich das allem Aussensinn verhüllte heilige Mysterium geistigen Lebens birgt."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Wie das Gehäuse der Laute Resonanz dem Klang der Saite gibt, so wird der tierische Leib dem Menschen dienen, seines Geistes Kraft zu voller Entfaltung zu bringen."
Bô Yin Râ, Kultmagie und Mythos



"Ich will dich lehren, der Erde Kleid zu Cherubsflügeln zu wandeln; - ich will dich lehren, aus der Erde Kraft dich zu den Sternen zu erheben!"
Bô Yin Râ, Das Geheimnis



"Des Menschen Wohnstatt ist gleichsam sein äusserstes Kleid in dieser Aussenwelt, und wie seines Körpers Gewandung ihn offenbaren kann, so auch die Wohnstatt, die er sich schuf."
Bô Yin Râ, Geist und Form



"Was immer du besitzen magst, stets wird dein innerer Besitz sich in dem äusseren offenbaren."
Bô Yin Râ, Geist und Form



"Du wirst gar sehr darauf zu achten haben, dass du der Dinge auch bewusst bist, die in deinen Räumen dich umgeben."
Bô Yin Râ, Geist und Form



"Ich fand Suchende, die hin zum Geiste strebten und, ihrer Torheit kaum bewusst, durch die Gewandung ihrer Zeit und ihres Landes sich behindert glaubten."
Bô Yin Râ, Geist und Form



"Die Form, die dich umgibt, wirkt auf dich selbst zurück, auch dann, wenn du sie kaum bewusst gewahrst."
Bô Yin Râ, Geist und Form



"Sorge dafür, dass dich nur Dinge umgeben, die du vor dem Geiste, den du in dir finden willst, so du ihn einst findest, auch verantworten kannst!"
Bô Yin Râ, Geist und Form



"Du trägst wahrhaftig dafür Verantwortung, dass nichts in deinem Hause sei an Hausrat oder Zier, das mit der Würde eines Menschen, der zum 'Tempel des Geistes' werden will, sich nicht vereinen liesse!"
Bô Yin Râ, Geist und Form



"Verbanne aus deinem Bereiche alles, was Unwahrheit offenbart in seiner Form oder was dadurch unwahr wird, weil es mit deinem eigenen Empfinden nicht zu vereinen ist!"
Bô Yin Râ, Geist und Form



"Die Gegenwart ist leider angefüllt mit Dingen, die man am besten ins Meer versenken würde, dort wo es am tiefsten ist."
Bô Yin Râ, Geist und Form



"Nur 'Arbeit', die des Leibes irdische Erhaltung vorbedingt, hat Anrecht, erdenhaften Gegenwert zu fordern."

Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott


"Geld ist etwas Heiliges, denn es drückt die Wertung aus, die sich geistige Bedeutung irgendwelcher Art in dieser Welt der Materie zu verschaffen wusste."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Glück



"Ein noch so hoher geistiger Wert, dem es nicht gelingt, die allgemein gültige Ausdrucksform materieller Werte, das Geld, in Bewegung zu setzen, wird der Menschheit nicht fassbar, nicht nutzbar werden."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Glück



"So wenig Geld du auch dein eigen nennst, sollst du doch der Kraft bewusst sein, die in jedem Pfennig steckt, einem Steinchen gleich, das eine Lawine verursachen kann, die grössten Summen in Bewegung setzen zu können."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Glück



"Je mehr Geld du für eine an sich gute Sache 'arbeiten' lassen kannst, desto mehr Aussicht wirst du haben, dieses Geld im Laufe der Zeit mit Zins und Zinseszins zurückerstattet zu erhalten."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Glück



"Der scheinbar Besitzende ist stets nur der zeitweilige Verwalter eines Teiles, der jeweils in der materiellen Welt durch das Wirken der Menschheit im Ganzen geschaffenen Werte."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Glück



"Die Höhe des scheinbaren Geld-Besitzes zeigt nur die Eignung eines Menschen als Werte-Verwalter an, und wer da Weniges getreu zu verwalten weiss und damit neue Werte schafft, den werden die geistigen Gesetze im Menschheits-Gesamtorganismus mit aller Sicherheit einst auch über Vieles als 'Verwalter' setzen, wenn sein Wille, und nicht nur sein Wünschen, ernsthaft danach begehrt."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Glück



"Vergiss nicht, dass auch die schlechteste Entlohnung dich niemals von deiner Pflicht befreit, gemäss den geistigen Gesetzen zu denken und zu handeln, die im Bereiche des Geldes befolgt werden wollen, sollst du nicht Schaden erleiden, weil du für eines Anderen Schaden Ursache schaffst!"
Bô Yin Râ, Das Buch vom Glück



"Dem steten Ausgleich, den die geistigen Gesetze schaffen, gilt jede Wertform gleich, so dass dir vielleicht in völlig anderer 'Währung' gegeben oder entzogen werden mag, was dir zusteht oder was du ungerechterweise empfangen hast."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Glück



"Voreingenommene Ansichten und Meinungen, auch wenn sie sich vermeintlich gegen allen Aberglauben richten, sind noch immer die besten Schutzwehren für die Moderverstecke wuchernden Aberglaubens gewesen."
Bô Yin Râ, Okkulte Rätsel



"Ob ihr euch Gottesgläubige oder Gottesleugner nennt: - in beiden Fällen redet ihr von einem 'Gotte', den ihr selbst erträumt, von einem 'Gotte', den ihr nicht mehr träumen wollt."
Bô Yin Râ, Mehr Licht



"Sei auf der Hut vor allen denen, die ihre vorgebliche 'Gottesweisheit' wie das Wissen um die Dinge dieser Erde lehrbar und erlangbar glauben! Sei auf der Hut vor allen, die mit 'Wunderkräften' deinen Sinn betören wollen!"
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Es gibt kein untrüglicheres Zeichen für einen 'falschen' Meister, mag er auch guten Glaubens sich für einen geistigen Meister halten, als wenn man etwa von ihm weiss, dass er 'Hellseher' ist."
Bô Yin Râ, Mehr Licht



"Ekstase, Verzückung, 'Trance' und Somnambulismus sind nichts anderes als Zustände körperlichen Aufruhrs."
Bô Yin Râ, Das Geheimnis



"Hüte dich vor jener Torheit, die da glaubt, durch die Besonderheit der Leibesnahrung oder irgend eine Fakirpraxis sei es möglich, sich in 'höhere Geistigkeit' hinaufzuessen und hineinzuatmen!"
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"'Weltverneinung' ist Torheit."
Bô Yin Râ, Das Buch der Königlichen Kunst



"Es heisst den Freuden, die uns das Dasein im Erdentiereskörper ermöglicht, eine lächerliche Überwertung geben, schätzt du sie so hoch, dass sie als 'Preis' für deine geistige Erleuchtung gelten könnten. Du machst auf solche Weise aus deinem Gotte einen 'Wilden', der sich sein gutes Gold um - Glasperlen abhandeln lässt! Gewiss ist Beherrschung der Erde auch: Beherrschung ihrer Freuden; aber niemals ist Beherrschung: Verzicht."
Bô Yin Râ, Welten



"Wer dem 'Willen der Erde' sich entziehen will, der darf nicht glauben, nun auch 'der Erde entsagen' zu müssen."
Bô Yin Râ, Das Buch der Königlichen Kunst



"Der 'Fürst der Finsternis' ist kein 'selbstgeschaffener Götze', und seine Macht erhält er nicht aus deinem Glauben! Er ist auch nicht Gottes 'Feind' und Gegenspieler, denn er weiss nichts von Gott, und aller Gottesglaube ist ihm menschliche Torheit. Sieht er den Menschen nach Gott verlangen, so ist er selbst allein sich als ein 'Gott' gewiss und setzt sich selbst als den Verlangten, - erkennt er aber, dass der Mensch in Wahrheit einen Weg zu suchen unternimmt, auf dem er seinen Fesseln sich entwinden könnte, so wird er des Menschen fürchterlicher Feind und sucht sein Erdenleben zu vernichten. Wären seiner Macht nicht mächtigere Grenzen gesetzt, so würde wahrlich keiner der Erdenmenschen je in diesem Erdendasein zu Gott gelangen können!"
Bô Yin Râ, Der Weg zu Gott



"Nie wird der Fürst der finsteren Materie dir willig überlassen, was unter seiner Herrschaft steht und was du dennoch deinem Willen dienstbar machen musst, willst du in diesem Erdenleben schon zu deinem Gott gelangen in dir selbst! Er wird auch nie dein Tun 'begreifen' können, es sei denn als Vermessenheit, denn ihm ist alles Geistige, und somit auch dein Gott, ein Hirngespinst der einzigen aus allen den Geburten dieser Erde, die in seine Macht gegeben sind, die ihm trotz allem 'fremd' erscheint. Er selbst wird niemals sich im Kampfe stellen! Dazu verachtet er dich viel zu sehr. Im Kampfe auch wird er des Erdentieres 'Fürst' verbleiben und dich allein durch seine Hörigen bekämpfen lassen."
Bô Yin Râ, Der Weg zu Gott



"Du wirst den Sieg über den 'Fürsten dieser Welt' gewiss erringen, so du nur der Kraft des Geistes Anteil lässt an deinem Kampf! Zwar sollst du hier das Deine tun, doch ist 'das Deine' allzeit nur die Abkehr von des Erdendämons kosmischer Gewalt, und deines Willens Wendung, ihm die Gegenwehr zu bieten, unausgesetzt, in jedem Augenblicke deines weiteren Erdenlebens. Wird dieses 'Deine' stetig durch dich selbst getan, dann wird des Geistes hohe Kraft für dich den Sieg erlangen. Du wirst dein Irdisches, soweit es nicht verweslich ist, alsdann mit deinem Geistigen für alle Zeit vereinen lernen. So, in dir selbst geeint, wirst du den Weg zu Gott in dir nicht mehr verlieren können, bis du dereinst das hohe Ziel des Weges in dir selbst erreichst."
Bô Yin Râ, Der Weg zu Gott