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Seele
"Eure eigene Seele ist das 'Reich der Geister', die ewig mit und in euch leben werden. In euch selbst umfasst ihr die Unendlichkeit. In euch lebt, was war, was ist und was werden wird. 'Allgegenwart' ist euer Sein, doch ihr seid an das 'Da-Sein' noch verhaftet. Ihr glaubt noch, das Reich des Friedens sei ein fernes Land in Sternenweite, derweil es in euch lebt und ihr in ihm. Jeder, der dieses Reich in sich er-langte, ist für ewig dieses Reiches 'König'!"
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Du kennst noch den Reichtum nicht, den deiner Seele Weiten in sich fassen! Hier gibt es 'Kräfte' und 'Mächte', denen du Anbetung darbringen würdest, gleich dem Propheten vor dem brennenden Busch, wenn ich sie dir sichtbarlich zeigen könnte. Deine Seele ist ein unermesslicher Ozean, und noch keiner hat seine Tiefen, keiner die Wunder des Meeres der Seelenkräfte ergründet."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Das Reich der Seele gleicht einem 'flutenden Meere' geheimnisvoller, vom Reiche des Geistes überstrahlter Kräfte, die alles übersteigen, was in der Region der okkulten Kräfte der physischen 'Natur' zu finden ist, und die durchaus unabhängig von jenen Gesetzen wirken, durch die sich das Wirken der okkulten Kräfte der physischen 'Natur' bestimmt sieht."
Bô Yin Râ, Mehr Licht



"Die ewigen Seelenkräfte, die in myriadenhafter Anzahl die während des Erdenlebens vom Menschen durch Wille und Tat gestaltete Form seiner Seele bilden, haben mitempfunden, haben miterlebt, was in der Tierseele ehedem empfunden und erlebt worden war, und verwahren es im Bewusstsein der bleibenden Seele bis diese durch eigenen Willensakt entscheidet, was ihr erhalten sein und was ihr entschwinden soll."
Bô Yin Râ, Hortus Conclusus



"Nur wer das Leid in tiefster Seele zu empfinden fähig ist, der wird zuletzt auch fähig werden, es als Lüge zu erkennen."
Bô Yin Râ, Das Buch des Trostes



"Es gibt etwas in uns, das nicht von dieser Erde ist, auch wenn es sich in unserem Erdendasein nur in erdenhaft bestimmter Form erfassen lässt. Dieses gilt es zu ergründen! Dieses, vor allem, gilt es an sich wahrzunehmen! Wer dieses Eine nicht in sich ergründet hat, der ist gleich einem Bettler, der durch dunkle Gassen zwischen wohlverschlossenen Häusern irrt und in Verzweiflung aufspäht zu den hellen Fenstern, die ihm zeigen, dass die Anderen ihr Fest begehen, während er zu seinem Feste längst noch nicht 'geladen' ist."
Bô Yin Râ, Das Gespenst der Freiheit



"Ihr ahnt noch kaum, dass selbst die Träume eurer Erdennächte näher sind dem wirklich wachen Leben, als das, was ihr die Wirklichkeit des lichten Tages nennt."
Bô Yin Râ, Mehr Licht



"Umfangen vom Dunkel erdentierischen Erkennens werden die Seelen auf dieser Erde in tiefem Schlafe erhalten aus eigenem Willen."
Bô Yin Râ, Der Weg zu Gott



"Es ist unsinnig, zu glauben, dass dieser Erdenwelt Gestorbene sich 'materialisieren' könnten, um mit den Irdischen in Verkehr zu treten. Das würde heissen, dass die der Hypnose physischen Anschauungszwanges endlich Entrückten aufs neue ihr verfallen könnten."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Jenseits





"Alle tierseelischen Regungen, die mit der erstrebten Einung der ewigen Seelenkräfte in der Erlebensform 'Ich' übereinstimmend gefunden werden, müssen während dieser erdbegrenzten Lebensdauer des Tiermenschenleibes erhalten, gepflegt und zur Erleichterung des Einheitserlebens der ewigen Seele eingesetzt werden. Alle Regungen der Tierseele aber, die der Einung ewiger Seelenkräfte in der Identitätsform 'Ich' oder der Entfaltung des substantiellen, ewigen menschlichen Geistorganismus entgegenwirken, müssen nach und nach zum austönenden Abklingen gebracht werden."
Bô Yin Râ, Der Weg meiner Schüler



"Nur durch das praktische Verhalten im Alltagsleben können wir unsere Seele zum Wachstum bringen!"
Bô Yin Râ, Das Mysterium von Golgotha



"Das echte Erlebnis kommt stets ungesucht und lässt sich am leichtesten mitten im Alltag finden."
Bô Yin Râ, Wegweiser



"Alle 'Furcht vor dem Tode' erwächst aus dem Widerstreben des ins Physische gerichteten Willens gegen eine Umkehr seiner, im Akt des 'Falles' aus dem Urlicht eingeschlagenen Richtung."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Jenseits





"Wie wir in der physischen Welt nur wahrnehmen, nur 'bewusst' sein können, weil wir selbst eine ihrer physischen okkulten Kräfte sind und in unserem Körper die feineren fluidischen Kräfte dieser Welt tragen, so auch können wir Geistiges nur wahrnehmen, können wir im Geistigen nur bewusst werden, weil wir selbst auch gleichzeitig eine der geistigen okkulten Kräfte sind und in uns einen geistig-okkulten oder Seelenorganismus tragen, ohne den die geistigen Welten, deren 'Substanz' diese Seelenkräfte sind, uns niemals wahrnehmbar sein könnten, ohne den wir niemals im Geiste bewusst zu werden vermöchten."
Bô Yin Râ, Das Mysterium von Golgotha



"Man kann wohl die sterblichen, feineren, fluidischen Kräfte des Körpers fördern, wenn man dem Leben der Welt entflieht, aber niemals wird je ein Mensch seiner Seele zum Wachstum verhelfen, wenn er nicht täglich aufs neue ihre Kräfte erprobt, an den Widerständen, die ihm die 'Aussenwelt' schafft."
Bô Yin Râ, Das Mysterium von Golgotha



"Wer nicht mitten im Alltagsleben, ohne Absonderung und ohne weltverneinende Allüren, dem Wachstum seiner Seele zu dienen weiss, der wird gewiss kein seelisches Wachstum erreichen, und würde er auch der Genosse der Tiger und Schlangen in indischen Dschungeln, oder liesse er sich für den Rest seines Erdenlebens in tibetanischen Klöstern vermauern."
Bô Yin Râ, Das Mysterium von Golgotha



"Kein Ding der Aussenwelt ist so gering, dass es dir nicht zum Lehrer werden könnte. Aus jeglichem Erleben kannst du Lehre ziehen, und keine Tätigkeit ist so verächtlich, dass du nicht aus ihr zu lernen hättest!"
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Es zeigt eine bedenkliche Schwäche an, wenn man glaubt, dem Leben der Seele nur dann gerecht werden zu können, wenn man 'die böse Welt mit ihren Händeln' flieht, um ja durch nichts anderes gestört zu werden."
Bô Yin Râ, Das Mysterium von Golgotha



"'Abtötung' des Tierischen ist ein Verbrechen, einerlei, ob solche 'Abtötung' nur bis zur Lähmung der Tierheit erfolgt oder zur Selbstvernichtung des Tieres führt. Der Asket, der sein Tierisches peinigt, weil es ihm nicht zu Willen ist, darf sich in keiner Weise erhaben dünken über den Selbstmörder, der mit einem Schlage sein Tierisches vernichtet; denn er handelt nur weniger konsequent, aber keineswegs weniger verwerflich!"
Bô Yin Râ, Auferstehung



"Durch alle lauten Wahrnehmungen des äusseren Erdenlebens wird der unsagbar subtile Organismus der 'Seele' fort und fort erschüttert, was nicht nur seine Aufnahmefähigkeit für Geistiges bald mehr, bald weniger herabsetzt, sondern zuweilen, und selbst für längere Zeit, geradezu eine Art von 'Lähmung' der 'Seele' bewirken kann."
Bô Yin Râ, Das Gebet



"Du wirst dir nur jene Seelenkräfte zu dauerndem Besitz erhalten, die du in dir geeinigt haben wirst, wenn deine Stunde des Abschiedes von diesem Erdenleben kommt."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Deiner Seele 'Leben' ist Wille."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Du musst deine eigenen Wünsche völlig zur Ruhe bringen, damit sie deinen Willen nicht mehr stören können!"
Bô Yin Râ, Das Buch vom Glück



"Die Einsiedlermönche des Athos beweisen auf ihre Art unstreitig eine tiefe Erkenntnis, wenn sie alle Arten der Gelehrsamkeit für unvereinbar mit echter Frömmigkeit und für ein Hindernis der Gottesschau erklären."
Bô Yin Râ, Hortus Conclusus



"Mancher könnte Segen bringen, lehrte er nur das, was er zu lehren vermag … Wie kannst du wissen, ob du Wahrheit weitergibst, solange das, was du zu geben hast, sich dir noch nicht als wahr erwiesen hat?"
Bô Yin Râ, Wegweiser



"Hüte dich sehr, nehmen zu wollen, bevor dir gegeben "wird!"
Bô Yin Râ, Worte des Lebens



"Den Wert des Schweigens wirst du kaum ermessen können, bevor du nicht an dir erfahren hast, wie alle Seelenkräfte erst im Schweigen sich in ihrer höchsten Wirkung offenbaren."
Bô Yin Râ, Der Sinn des Daseins



"Wenn ihr eurer Seele Kräfte nicht schon in kleinen Dingen anfangs zu benützen wisst, werden sie niemals so erstarken, dass sie euch ihre hohen Wunder offenbaren können."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Du kannst seelisch reicher werden durch das rechte Lesen eines Buches, als der Autor, der es schuf."
Bô Yin Râ, Wegweiser



"Keinen Augenblick darfst du dich selbst aus dem Auge der Seele verlieren!"
Bô Yin Râ, Das Buch der Königlichen Kunst



"Sei kein Tor und wähne nicht, du könntest jemals 'besser' werden durch stetes Versenken in das Bild des Mangels, das deine Selbstkritik dir zeigte! 'Besser' wird nur der Schaffende, der, nach der Erkenntnis seiner Fehler, aus sich selbst sein Idealbild schafft und diesem dann stets mehr und mehr sich anzugleichen strebt."
Bô Yin Râ, Auferstehung



"Ich fand viele, die ihr seelisches Leid so sehr liebten, dass sie es kaum von sich lassen wollten, als es sie von selbst verliess.
Bô Yin Râ, Das Gespenst der Freiheit

"


"Du kennst die Stunden nur zu gut, in denen deine Seele müde wird und alles, was ihr sonst als Nahrung diente, von sich weist. Ich rate dir: quäle dich nicht in solchen Stunden, sondern suche alsbald deiner Seele ein Fest zu bereiten!"
Bô Yin Râ, Auferstehung



"Du sollst keineswegs glauben, du müsstest auf dieser Erde das ängstliche, stets um gesichertes 'Seelenheil' besorgte Leben eines kleingläubigen 'Heiligen' führen, eines jener Selbstsüchtigen des Herzens, die sich gar sehr vor jeder 'Sünde' fürchten. Solche Lebenshaltung würde dich nur dereinst mit aller Sicherheit in eines jener täuschenden 'Strandreiche' des Geistes gelangen lassen, die menschlicher Wahn gestaltet hat, ohne um seine eigene Urheberschaft zu wissen. Ein Leben treuer Pflichterfüllung, voll Liebe zu allem Lebenden, voll Streben nach Herzensgüte und Wahrhaftigkeit, nach Ordnung in deinem Willenshaushalt und nach Veredelung deiner Freuden, ein Leben voll fröhlichen Glaubens an die endgültige Erfüllung deiner höchsten und geläutertsten Sehnsucht, wird jederzeit hier auf Erden für dich das beste Leben sein."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Jenseits



"Das 'Heil der Seele' wird durch den Willen bestimmt, nicht durch ein Fürwahrhalten irgendwelcher Berichte und Glaubenslehren."
Bô Yin Râ, Hortus Conclusus



"Dankbarkeit ist keine blosse 'schöne Eigenschaft', keine 'Tugend' und keine 'Pflicht' vererbter Konvention, sondern eine Grundkraft der ewigen Seele des Menschen."
Bô Yin Râ, Kodizill zu meinem geistigen Lehrwerk



"Religiöse Glaubensgemeinschaften sind Seelenstaaten."
Bô Yin Râ, In eigener Sache



"Bist du krank, dann erglaube dir deine Gesundheit, und wenn dein Körper noch zu retten ist, dann werden die Ärzte, denen du dich vertraust, dir dankbar für deine Hilfe zur Genesung sein."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Glück



"Bist du in materieller Not, so 'er-glaube' dir materielle Hilfe und höre nicht auf, deinen Glauben mit allen Mitteln lebendig und wirksam zu erhalten, bis Hilfe eingetroffen ist, während du gleichzeitig in aller Ruhe die Wege weiterbeschreitest, von denen du nach äusserem Ermessen, auch ohne deine Glaubensmagie, dir Hilfe erwarten würdest."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Glück



"Noch immer verbindest du mit dem Worte 'Glaube' nur den einen Begriff des 'Fürwahrhaltens' dessen, was man 'glaubt' oder zu 'glauben' vermeint. Die Kraft des Glaubens aber ist eine innere Sicherheit, dass man das erreiche, was sie verheisst!"
Bô Yin Râ, Der Weg zu Gott



"Deine Seele schmachtet, solange du nicht glauben kannst."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Um die verkümmerte Empfindungsfähigkeit so zu erkräftigen, dass der Erdenmensch in sich selber gottesbewusst zu werden vermag, ist die Erweckung freier und froh zuversichtlicher Bereitschaft, Gottes inne werden zu wollen, nötig."
Bô Yin Râ, Über die Gottlosigkeit



"Solange du noch Zweifel hegst und dich der Kraft des Glaubens nicht vertrauen magst, hast du keinen Anspruch, jemals ein 'Wissender' zu werden."
Bô Yin Râ, Der Weg zu Gott



"Weltwende wirkt das Wort, wo es wachen Willens erworben wird, aber wenig vermag es der Seele zu vermitteln, wo Widerstand weisen Erwerb verwirkt."
Bô Yin Râ, Das Gespenst der Freiheit



"Eines der bedeutsamsten Formungsmittel der Seele ist die Einwirkung bestimmter Lautfolgen der menschlichen Sprache. Das Sprechen nach innen soll so erfolgen, dass es gleichsam zu einer 'Kommunion', zu einem geistigen Aufnehmen, zu einem Genuss der Worte als geistiger Speise wird."
Bô Yin Râ, Mantrapraxis



"Man sollte das Wort nicht 'lassen stahn', sondern man soll es vielmehr wandeln und sich bewegen lassen."
Bô Yin Râ, Der Weg meiner Schüler



"Mag auch die Seele tief innerlich berührt durch kultische Handlung sein, so wird doch wirkliche Vereinung der Seele mit der Gottheit nur gefunden durch Hingabe aller Kräfte des Menschen in ihre Hand."
Bô Yin Râ, Mehr Licht



"Nur wer aus der Liebe lebt, der Liebe kundig aus Erleben und Erfahrung, sollte von der Liebe Zeugnis geben dürfen. Nur er kann wirklich von der unerfasslich hohen Kraft, um die es sich hier handelt, reden."
Bô Yin Râ, Das Buch der Liebe



"Was wir 'Fühlen' und 'Empfinden' nennen, ist in gewisser Weise Äusserung der gleichen Kraft, durch die wir auch zu 'denken' vermögen, und unser Fühlen und Empfinden lässt sich zu gleicher, wenn nicht grösserer Schärfe der Einstellung, tatsächlich aber zu weit höherer Sicherheit emporentwickeln, als das Denken."
Bô Yin Râ, Mehr Licht



"Die Erkenntnisse der Seele wollen nicht 'verstanden', sie wollen geschaut, erfühlt, erlebt und erobert werden."
Bô Yin Râ, Das Mysterium von Golgotha



"Eure Gedanken sind wahrhaftig mehr als die 'Dinge' dieser Erde, - sind Kräfte: - einzielige Bewusstheiten, denen nichts auf dieser Erde zu vergleichen ist, erfüllt mit gierigem Lebenswillen, dem ihr durch euer Denken Nahrung schafft. Aus solchen Kräften habt ihr eure Götzen gebildet und sie durch euren Glauben mit der Macht begabt, euch Gutes oder Böses anzutun nach ihrem Willen."
Bô Yin Râ, Mehr Licht



"Was auch ein wirklicher Künstler zu geben haben mag, und sollte es dem Motiv nach noch so nahe dem 'grauen Alltag' stehen, wird immer eine Botschaft der Seele sein, bestünde sie auch nur darin, dass sie sehen lehrte, wie selbst das Hässlichste noch einen Gottesfunken offenbaren kann, der nur im Kunstwerk zu erlösen ist."
Bô Yin Râ, Das Reich der Kunst



"Natur bleibt tot und kalt, und jedes Kunstwerk lässt sich fühllos betrachten, wenn du nicht selbst bei der Seele hast, was dir Natur und Kunst als Bewusstseinswert vermitteln soll."
Bô Yin Râ, Das Mysterium von Golgotha



"Die künstlerische Ausdrucksform kann in jeglichem Einzelfall nur dann zu einer Sprache der Seele werden, wenn bewusst oder unbewusst Rhythmen in ihr und durch sie zum Schwingen gebracht werden, die irgendwo im Körper analoge Rhythmen zum Mitschwingen bringen."
Bô Yin Râ, Mehr Licht



"Das Reich des künstlerischen Schaffens muss dem Willen entrückt bleiben, soll seelisch Tiefstes in der Sprache der Kunst zutage treten."
Bô Yin Râ, Das Reich der Kunst



"Alle Kunst ist seelische Bewegung, die zur Form gestaltet wurde."
Bô Yin Râ, Das Reich der Kunst



"Das innere 'Empfangen' einer schöpferischen Idee, einer echt künstlerischen Vor-stellung, ist an sich schon eine Art 'übersinnlicher Erfahrung'."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Bist du selbst nicht 'böse', so wirst du gewiss in deinem Kinde auch das 'Gute' finden, und du wirst nicht erst an-erziehen müssen, was schon an-geboren ist."
Bô Yin Râ, Der Sinn des Daseins



"Alle Seelenkraft ist gut an sich und kann, in richtige Geleise eingelenkt, zum höchsten Segen und zu menschlicher Vollendung führen."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Menschen



"Für das geistige Auge ist deine 'Seele' eine leuchtende, lebendige 'Wolke', aus unzählbaren strahlenden 'Punkten': - deinen Seelenkräften, - gebildet, und diese Lichtwolke ist in steter Veränderung, solange du auf Erden lebst."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Bevor du in dir selber dich gerundet und von allen Seiten abgeschlossen hast, wie ein Meer, das sich selbst begrenzt, wie eine Wolke, die sich selbst zu ballen weiss, wirst du vergeblich deine Seele zu besitzen suchen; denn deiner Seele Kräfte geben sich nur dem zu eigen, der ihrer Ehrfurcht wahrhaft würdig ist."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Ehedenn du glauben wirst, kann dich die 'leuchtende Wolke' nicht durch das 'trockene' Meer geleiten!"
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Die meisten der Menschen ahnen nicht, welche unendlichen Weiten ihre eigene, stets in ewigem Rhythmus schwingende 'Seele' umfasst."
Bô Yin Râ, Das Gebet



"Unsere Seele ist eine organische und nach bestimmten rhythmischen, harmonischen Gesetzen gebildete Gestaltung aus dem ewigen Ozean der Seelenkräfte, die gleichsam an dem in diesen Ozean versenkten 'Geistesfunken' ihren Kristallisationsmittelpunkt hat."
Bô Yin Râ, Das Gebet



"Die Milde ewigen geistigen Lichtes wird von überreizten Nerven nicht wahrgenommen. Nur in der vorher erlangten unstörbaren heiteren Ruhe der Seele kann sich das goldweisse Licht der Gottheit irdischem Erfühlen offenbaren."
Bô Yin Râ, Hortus Conclusus



"Was du deine 'Seele' nennst, ist ein stetig wechselndes Gebilde im Meere der Seelenkräfte, im Reiche der Seele. Jeder Gedanke, jeder Willensimpuls, jede Tat kann dieses Gebilde sogleich verändern."

Bô Yin Râ, Das Buch der Gespräche



"Nur dann, wenn jegliches Geschehen deines Tages überstrahlt wird durch dein religiöses Fühlen, gleichviel in welcher Form du es zu fassen suchst, darfst du gewiss sein, dass du dem, was 'ewig' ist in dir, entsprichst."
Bô Yin Râ, Das Gespenst der Freiheit



"Niemals wird ein menschliches 'Ich', auch wenn es noch so arm an Seelenkräften einging in das Leben des Geistes, um in ihm seinen 'Weg' zu Gott zu vollenden, auch nur die leiseste 'Sehnsucht' empfinden, wieder zurückkehren zu können in das Erdenkörperleben, einerlei, was es in ihm zurücklassen musste."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Die Seele ist des Wachstums fähig, wie sie der Abnahme fähig ist, ja wie sie, selbst während des körperlichen Lebens, fast völlig entschwinden kann, ohne deshalb die Funktion der körperlichen Organe unmöglich zu machen."
Bô Yin Râ, Das Mysterium von Golgotha



"Das Wachstum der Seele wird nicht gefördert durch tiefgründige Studien, durch philosophische Erkenntnisse oder durch das Forschen nach den unbekannten Kräften der Natur. Dies alles kann man treiben und dabei längst seine Seele verloren haben!"
Bô Yin Râ, Das Mysterium von Golgotha



"So wie du dich keinem Quacksalber anvertrauen wirst, wenn es um deines Erdenleibes Leben geht, so darfst du dich auch nicht jedem mit der Seele übergeben, der dir sagen mag, er wisse deiner Seele Leben zu erhalten!"
Bô Yin Râ, Das Buch der Liebe



"Du bist mitnichten etwa entschuldigt, wenn du dich irrenden Lehrer anvertraust, denn dir gab Urnatur in deinem Gefühlsvermögen die Kraft der Unterscheidung, und es ist nur deine eigene Lässigkeit, wenn du nicht alsbald erkennst, dass du einer 'Seelenführung' dich ergabst, die selbst zu-recht geführt zu werden nötig hätte!"
Bô Yin Râ, Das Buch der Liebe



"Der Weckruf aller wirklichen Geisteslehrer der Menschheit erging zu allen Zeiten deshalb, weil es das höchste Glück der Seele in aller Ewigkeit ausmacht, ihr irdisches Bewusstsein und damit die Fähigkeit des Erinnerns in sich zu erhalten, und weil unsägliches Leid der Seele, das zur Auslösung kommen kann, nachdem sie den Erdenkörper verlassen hat, durch ihre Geisteseinung während des irdischen Lebens vermeidbar wird."
Bô Yin Râ, Mehr Licht



"Gott ist Liebe und Gnade! - Liebe, seiner selbstgezeugten essentiellen Natur nach, und Gnade in ebendieser 'Natur', aber aus dem Empfinden dessen, was ausserhalb ihrer existiert und was nicht 'Liebe aus sich selber' ist."
Bô Yin Râ, Über die Gottlosigkeit



"Es ist vermessen, unbegründet und verächtlich, Gott gegenüber das gottfremdeste aller menschlichen Gefühle in sich zuzulassen und Gott zu 'fürchten', aber es ist durchaus der in Gott begründeten Relation des Menschendaseins zu dem, was Gott ist, angemessen, tiefste Scham in sich zu erwecken, sobald man erkennt, dass man zu träge, zu lüstern oder zu feige war, um seine Fähigkeiten so gebraucht zu haben, wie man sie hätte gebrauchen können, ohne sich selbst vor Gott beschämt fühlen zu müssen."
Bô Yin Râ, Über die Gottlosigkeit



"Was in Wirklichkeit Gott ist, das kann niemals in Furcht, sondern allein nur in Liebe empfunden und empfindungsbewusst werden."
Bô Yin Râ, Über die Gottlosigkeit



"Wer da den 'Grossen Liebenden' im Innersten des Innern in sich selbst zu finden hofft, - denn er ist wahrhaft allen Erdgeborenen so nahe, dass er leicht sich finden lässt, - der muss vor allem jenem Wahn entsagen lernen, der aus dem reinsten Menschen, den die Erde trug, den 'Gott' zu bilden wusste, der seinem Vatergott sich als Versöhnungsopfer irren Rachedurstes, menschlich allzumenschlicher Erfindung, bot! Dann erst kann er den hohen Meister in sich vernehmen: - den weisen Zimmermann aus Nazareth!"
Bô Yin Râ, Das Hohe Ziel