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Ich und Du
Werk und Welt
Ziel
Bilder aus "Welten"
Werk und Welt
"Noch ward keiner auf dieser Erde geboren, der zur Erkenntnis gekommen wäre, ohne auf seiner Vorfahren starken Schultern zu stehen."
Bô Yin Râ, Das hohe Ziel



"Was immer es zu erreichen gilt, niemals kann der Eine ohne den Anderen fertig werden, und in der harmonischen Wechselwirkung des einen auf den andern werden alle grossen Ziele menschlichen Strebens erreicht."
Bô Yin Râ, Das Mysterium von Golgotha



"Alle Zaghaftigkeit ist vom Übel, denn das ewige Heil lässt sich nun einmal nicht 'in Furcht und Zittern' erwirken, auch wenn man solchen, aller Wirklichkeit unendlich fernen Worten seit Jahrtausenden gewichtige Bedeutung hier auf Erden gab."
Bô Yin Râ, Der Weg meiner Schüler



"Du kannst nur finden, wenn du in deiner Form, die stets die Form deiner Zeit sein wird, zu suchen dich bemühst! Wer dir anderes rät, wird dich dem Irrtum übergeben."
Bô Yin Râ, Das hohe Ziel



"Die wahren Helfer in den heutigen Nöten des Christentums sind vor allem jene deutschen Geisteskünder, die man als 'mittelalterliche Mystiker' zu kennen meint: - die wirklichen 'Theosophen' im paulinischen Sinne, - die wahrhaftigen Geisteskundigen, wie Eckehard, Tauler, der dem Namen nach unbekannte Frankfurter Deutschordensherr, dem wir das 'Büchlein vom vollkommenen Leben', die 'Theologia deutsch' verdanken, der Domherr Thomas a Kempis, der seinen Mitgläubigen die 'Nachfolge Christi' schenkte, und - für die, denen seine kosmischen Gesichte nicht allzu grandios und erdrückend sind - der Görlitzer Seher Jakob Böhme. Obwohl er vor allem Dichter ist, darf auch Angelus Silesius an dieser Stelle nicht vergessen werden."
Bô Yin Râ, Mehr Licht



"Das Christentum ist noch viel zu jung auf dieser Erde, als dass es schon in seinen göttlichen Tiefen erkannt sein könnte, und die da glauben, es habe sich selbst 'überlebt' und durch die Sünden seiner 'Kirchen' ad absurdum geführt, irren sehr, denn sie haben nur die bis jetzt geübte Art seiner Auswirkung im Auge und ahnen nicht, dass dereinst eine Zeit kommen wird, die fast das meiste, was man bis heute 'Christentum' nennt, nur mit Scham im Herzen betrachten kann, so, wie der gereifte Mann die brutalen Torheiten und überheblichen Ansprüche seiner Jünglingszeit betrachtet."
Bô Yin Râ, Mehr Licht



"Die Kirche Roms krankt an ihrem Ahnenstolz, wie so manche Adelsfamilie, der die Zahl der Ahnen wichtiger ward als der eigene Adel, wogegen die von ihr losgelösten Zweige vergessen, dass zum Gedeihen 'Erdreich' gehört, und so sich nicht beklagen dürfen, wenn sie allmählich ihre Lebenskraft verlieren."
Bô Yin Râ, Das Geheimnis



"In allen religiösen Lehren der Welt findet sich im Kern die letzte Wahrheit."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"In fast allen Religionen ist die Vorstellung einer individualisierten Selbstdarstellung des ewigen Urlichte: als Spur einer tiefen Wirklichkeitserkenntnis zu finden."
Bô Yin Râ, Mehr Licht



"Im Kulte sehe ich den Menschen das Göttliche in sich selbst verehren, benannt mit dem Namen des Gottes den er sich selber schuf."
Bô Yin Râ, Kultmagie und Mythos



"Apollon, Aphrodite, Artemis und so manche andere sehr plastisch gestaltet vorgestellte 'Gottheiten' der antiken Welt wurden an verschiedenen Orten in nicht minder verschiedener Auffassung verehrt, wie heute noch die 'Muttergottes', an ihren zahllosen Gnadenorten aus einem jeweils anderen Aspekt gesehen, der Gläubigen mannigfaches Vertrauen entzündet. Es handelt sich da nicht um ein 'götzendienerisches' plumpes Vervielfältigen der geliebten und mit einer Überfülle des Vertrauens bedachten Verehrungsgestalt, die einst aus dem sublimen Kult der 'Hagia sophia': der 'Göttlichen Weisheit', als Inbegriff des 'Ewig Weiblichen' hervorgewachsen war und späterhin mit Jesu Mutter identifiziert wurde, sondern um ein psychologisch sehr differenziertes Empfinden örtlicher, bildmässiger und legendärer Einflüsse auf die jeweils erreichbare grösste Intensität des Anrufs."
Bô Yin Râ, Biefe an Einen und Viele



"Es war nicht, wie die Heutigen meinen, törichter 'Götzendienst', wenn alte Völker ihre Landesgötter zu ehren wussten. Wirkliches wussten sie so erreichbar, und dieses gleiche Wirkliche wird auch in vielen Landen und an vielen Orten dieser Erde heute noch erreicht, wenn auch die Vorstellung sich andere Bilder schuf, um es zu fassen, und das äussere Bekenntnis neue Namen für die ihm verhüllten Mächte fand."
Bô Yin Râ, Das Gespenst der Freiheit



"Hinter jedem, den ihr 'Heiland' und 'Erlöser' nennt, stand einer, der es wirklich war, weil jeder der von euch so Benannten in Wahrheit jenen einen, ewigen Heiland in sich trug und, aus Schlaf und Traum erwacht, 'des Menschen Sohn' in sich vollendet hatte. Doch eure phantastischen Bilder dieser Grossen, die ihr nun im Träumen ehrt und lobt, sind Werke eurer Träume: - wesenlos und Schatten gleich."
Bô Yin Râ, Mehr Licht



"Die Gottheit, die des Menschen bedarf, um sich dem Menschen zu offenbaren, heischt wahrlich keinen Kult um ihretwillen, allein der Kult, der in Magie sich auswirkt, kann den Geist des Menschen aus dem Schlaf im 'Tiere' lösen und ihm ein Reich des Wirkens neu erschliessen, das ihn erkennen lehrt, dass ihm auch dort noch Hilfe wird, wo alle Macht des 'Tieres' ihre Grenzen fühlt."
Bô Yin Râ, Kultmagie und Mythos



"Kultmagie ist keine blosse 'Symbolik'. Kultmagie ist ein Wirken nach strengen Gesetzen zur Auslösung magischer Kräfte, die im Menschen verborgen sind!"
Bô Yin Râ, Kultmagie und Mythos



"Die kultischen Gebräuche mögen äusserer Betrachtung wohl an sich genügen: was ihre Schönheit, ihre Wirkung auf die Sinne, ihre Kraft des Ausdrucks anbelangt, allein dies alles ist nur Mittel, um das Innere des Menschen zu erreichen, damit es fähig werde, in sich selbst das Allerinnerste in eigenem Erleben zu erfahren."
Bô Yin Râ, Kultmagie und Mythos



"Unmündigen mussten die Weisen der Alten weislich verbergen, dass sie selbst gestaltet hatten, was sie als der Götter Wort verkündeten. Die aber der Gottheit Stimme in sich selbst vernommen hatten, mussten Götter erschaffen, sollte das Wort in ihnen sie nicht selbst erschrecken."
Bô Yin Râ, Kultmagie und Mythos



"Die 'alte Menschheit' hat es gut verstanden, die Aussenwelt in ihren Dienst zu zwingen, doch da sie nur von aussen 'zwingen' kann, droht sie den Kräften zu erliegen, die sie selbst zu ihrem Dienst entfesselt hat. Die 'neue Menschheit' wird nicht mehr von aussen zwingen wollen, was sie weit erspriesslicher von innen her zu lenken lernen wird"
Bô Yin Râ, Das Buch vom Menschen



"Es werden Tage erscheinen, an denen man Werke durch das Wort zu wirken wissen wird, zu deren Gestaltung heute noch tausend Hände und gewaltige Maschinen nötig sind."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Wir werden uns wahrlich besser nützen, wenn wir auch ferner Vorwelt einige Logik zugestehen, zumal auch mancher Weise jener Zeiten auf Dinge zu achten pflegte, die neueres Wissen gerne 'abergläubisch' nennt."
Bô Yin Râ, Okkulte Rätsel



"Hohe Wissende, die da erkannten, was des Menschen geistige Kraft vermag, schufen dem Mythos den Kult."
Bô Yin Râ, Kultmagie und Mythos



"Versunken in die Finsternis des 'Tieres', erkannte einst der Menschengeist sich selbst und sein Geschick in fahlem Bilde und stellte dieses Bild aus sich heraus als Mythos."
Bô Yin Râ, Kultmagie und Mythos



"Jahrtausende diente der Mythos dem Menschen, ihm seine Nacht zu erhellen, - nun aber ist die Zeit der Lehre durch den Mythos erfüllt; die Zeit der Erkenntnis aus der Wirklichkeit ist angebrochen."
Bô Yin Râ, Kultmagie und Mythos



"Die geistige Daseinswirklichkeit des Menschen wird an die Stelle des Mythos treten, und aus dem Leben wird die kommende Kultmagie erstehen!"
Bô Yin Râ, Kultmagie und Mythos



"Beim Bau des erhabenen Domes, den es geistig zu errichten gilt, ist jeder, der daran arbeitet, Arbeiter, Werkzeug und Baustein zugleich. 'Arbeiter' durch seinen freien Willen, wird er zum 'Werkzeug' durch die erworbene 'Kunst': - durch Deutung der Symbole, die ihm ihre Anwendung zeigen, - und zum 'Baustein' endlich durch die Arbeit an sich selbst, mittels der baugerechten Zubereitung im rechten Gebrauch des dargebotenen Werkzeugs."
Bô Yin Râ, Mehr Licht



"An allen Orten dieser Erde sollten 'Tempel der Ehe' sich erheben, - Weihestätten, deren Priesteramt nur Menschen führen dürften, die um die Möglichkeit der Geisteseinung in der Ehe wissen, und gewillt sind, sie mit allen Kräften zu erstreben!"
Bô Yin Râ, Die Ehe



"Man kann im wahren 'Gebete' um nichts anderes 'bitten' als um das, was bereits von Ewigkeit her im Willen des Urseins gegeben ist."
Bô Yin Râ, Das Gebet



"Es gibt keine wirksamere Art zu steter geistiger Erneuerung zu gelangen, als immerwährende Gebetsbereitschaft."
Bô Yin Râ, Das Gebet



"Bereiter der Zukunft sind alle, die wahrhaft zu 'beten' wissen!"
Bô Yin Râ, Das Gebet



"Glaube ist Gestaltungskraft im Geiste. Glaube schafft die Form, durch die das Wirken deines Willens sich bestimmt. Glaube ist die Wirkungsform des Willens! Du kannst nicht wahrhaft wollen, ohne zu glauben; denn ungeformter Wille ist eine zerfliessende Kraft und wird als solche ohne Wirkung vergeudet. Sobald du aber deinem Willen eine feste Form durch deinen Glauben schaffst, wird er zur mächtigen Gewalt und wandelt selbst die scheinbar festgefügten Kettenglieder äusseren Geschehens derart um, dass sie wie Wachs sich ändern nach deiner Glaubensform."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Auch wenn wir glauben, mit den Dingen selbst zu tun zu haben, sind es doch nur die aus umgeformter Lichtkraft nachgeschaffenen Innenbilder, die uns als Beobachtungsobjekte zur Verfügung stehen, und ihre lautgerechte Darstellung besitzen wir dann in der Sprache."
Bô Yin Râ, Das Gespenst der Freiheit



"Wie die Weltkraft, die der Blitz dir kündet, dem Menschen dienstbar wird, sobald er sie in Form zu bannen weiss, - wie sie sich binden lässt und aufbewahren in Metallen und Gefässen, - so lässt sich auch die Kraft des Willens, der durch den Glauben seine Formung fand, in Gebilde der Materie binden."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Ein jeder Gegenstand, den du mit deinem durch den Glauben klar geformten Willen selbst 'geladen' hast, ist ein 'Talisman', und solcher 'Talismane' Wirkung hast du oft genug erfahren."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"So wie man köstlichen Wein nicht darbieten wird in geringen irdenen Gefässen, so erheischt schon die Ehrfurcht vor dem Geiste, dass dir nur vollendetste Form Genüge leiste, sobald du selbst zum 'Tempel des Geistes' werden willst."
Bô Yin Râ, Geist und Form



"Wer hier in seiner Alltagswelt auch die kleinste Entscheidung zum Handeln, - und werde sie auch in äusserster Eile von ihm verlangt, - mit aller Selbstverständlichkeit in solcher Weise trifft, als sei sein ewiges Heil nur von dieser einen Entscheidung abhängig, der steht dem geistigen Bewusstwerden schon viel näher als er ahnt, und selbst wenn seine vererbten Anlagen einer vollen Entfaltung hier in seinem Erdenleben entgegenstehen sollten, geht er doch als ein Bewusster in die Ewigkeit ein."
Bô Yin Râ, Der Weg meiner Schüler



"Wer sich selbst zum Tempel des Geistes wandeln will, der wird alle Mühe auf sich nehmen, damit er auch in seiner äusseren Erscheinung schon die Achtung vor sich selbst beweise."
Bô Yin Râ, Geist und Form



"Zahlreich sind die selbstgewissen Verächter 'guter Lebensart', die nicht bemerken, dass in ihr Form geworden ist, was sie selbst erst mit grosser Gebärde als ethische Forderung erstreben."
Bô Yin Râ, Geist und Form



"Dein ganzes Leben sollst du formen lernen!"
Bô Yin Râ, Geist und Form



"Wahrlich, gar oft sind 'die Kinder dieser Welt' nicht nur 'klüger', sondern auch besser, als jene, die sich allein bevorrechtet glauben, 'Kinder des Lichtes' zu werden!"
Bô Yin Râ, Geist und Form



"Wisse, o Suchender, dass für ein jedes Zeitalter andere 'magische' Kräfte notwendig sind, und lasse dich nicht beirren, wenn du nicht zu jeder Zeit die gleichen, wundersamen Kräftewirkungen gewahrst!"
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Das Wort, im 'magischen' Sinne aufgefasst, ist die höchste der 'magischen' Kräfte."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Es ist nur Torheit, glaubt man echtes religiöses Fühlen durch die Denkgesetzlichkeit der Wissenschaft bedroht, und Torheit nur wähnt wahrer Wissenschaft den Weg verbaut zu höchstem geistigen Erkennen, nur weil die Vorsicht heute noch den wissenschaftlich Denkenden verhindert, sich auch in Bereiche vorzuwagen, die man 'wissenschaftlich' erst durchdringen kann, wenn man sie im Erlebnis sich eröffnet hat."
Bô Yin Râ, Das Gespenst der Freiheit



"Erst dann wird diese Zeit Kultur aus sich 'gebären' können, wenn sie wieder sich mit echtem religiösen Fühlen zu durchdringen weiss."
Bô Yin Râ, Das Gespenst der Freiheit



"Nicht vor dem 'Untergang' des Abendlandes ist die Menschheit angelangt, wie manche wähnen, sondern sein späterer höchster Aufstieg fordert die Opfer, die der wache Mensch des Abendlandes heute zu beklagen hat!"
Bô Yin Râ, Das Buch der Liebe



"Es ist nicht möglich, dass auf dieser Erde je ein 'Gottesstaat' entsteht, der alle Menschen frei in Liebe einen würde, denn diese Erde wurde einst durch den Menschen selbst entgottet, als er aus Furcht vor seiner eigenen Macht die Herrschaft über sie verlor."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Menschen



"Es gibt keinen unbegrenzten Fortschritt hier auf Erden! Alle menschliche Entfaltung ist dem Gesetze der Wellenbewegung unterworfen."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Niemals wird diese Erde völlig leidfrei sein."
Bô Yin Râ, Das Buch des Trostes



"Leid ist der Freude Bedingnis und Unterpfand."
Bô Yin Râ, Das Buch der Königlichen Kunst



"Ein jedes Leid ist einer späteren Freude vorgesandtes, geheimnisvolles Zeichen."
Bô Yin Râ, Das Buch des Trostes



"Ohne das Leid könnte die Freude nicht zu sich selber kommen, denn alles Trennen und Teilen schafft Leid: Trennung und Teilung aber ist vonnöten, damit Freude sich in allen Formen offenbaren kann."
Bô Yin Râ, Das Buch der Königlichen Kunst



"Du kannst nur dann unterliegen, wenn du vor dem Leide Furcht bezeugst."
Bô Yin Râ, Das Buch der Königlichen Kunst



"Ein jedes Leid-Erleben ist Abschluss und Neubeginn."
Bô Yin Râ, Das Buch des Trostes



"Die Menschen, die das Leid bis in seine Tiefe kosten, um alsbald sich zu erheben und das Leid zu überwinden, werden dir oft kaum vom Leiden berührt erscheinen, und doch sind sie es, denen vor allen anderen aus dem Leide Segen erwächst."
Bô Yin Râ, Das Buch des Trostes



"Wille zur Freude zeugt alle Tat. Wille zur Freude erhält alles Leben!"
Bô Yin Râ, Das Buch der Königlichen Kunst



"Ich 'fordere' nicht! - Ich bringe!"
Bô Yin Râ, Biefe an Einen und Viele



"Wer nicht bei seinem Suchen nach der innersten Wirklichkeit von Tag zu Tag die Kräfte zu äusserem Tun und Wirken in sich wachsen fühlt, der ist auf falschen Bahnen."
Bô Yin Râ, Welten



"Wer das Leben der Erde flieht, statt es beherrschen zu lernen, der hat 'die Welt' wahrhaftig nicht überwunden!"
Bô Yin Râ, Welten



"Nur wer die ihm drohende Gefahr in ihrem ganzen Umfang kennt, kann ihr furchtlos entgegentreten; denn er nur weiss, wie ihr zu begegnen ist."
Bô Yin Râ, Auferstehung



"Hier in diesem Erdenleben ist es dem Menschen möglich, zu 'wirken'. Nach dem Verlassen der physischen Welt aber findet er sich in dem Zustand, den er sich selber schuf, und muss passiv verharren, bis sich ohne sein Zutun, vielleicht in kürzerer Zeit, vielleicht auch erst nach Jahrtausenden, - in irdischer Weise zu sprechen, - sein Seelisches derart geläutert hat, dass es substantiell gottgeeinten Geisteswesenheiten gelingt, in ihm das Bewusstsein vom wesenhaften Innewohnen seines göttlichen Wesenskernes, seines lebendigen Gottes, zu erwecken. Erst dann kann in ihm die Willensumkehr erfolgen, durch die er alle Kräfte seinem 'lebendigen Gott' zum Dienste überlässt, wodurch dann erst die Vereinung seines Bewusstseins mit dem ewigen Bewusstsein des göttlichen Geistes in ihm herbeizuführen ist, die auch kein 'Gnadenakt' der Gottheit jemals anders herbeizuführen vermag. Dann aber ist sein erdenmenschliches Bewusstsein ihm längst entschwunden, wie ein Traum, der sich selbst entschwand. Er ist zwar 'gerettet', aber sein Leben auf dieser Erde mit all seinem Trachten, seinem Glück und seiner Mühsal ist auf ewig ihm unerinnerbar geworden, er hat den Preis des Siegers, die Erweiterung des Bewusstseins Dessen, der die äusseren Reiche göttlicher Selbstoffenbarung durchlaufen hat, für sich nicht erlangt!"
Bô Yin Râ, Mehr Licht



"Der Menschengeist, der sich in dem ungestüm heischenden 'Tiere' der Erde selbst verloren hat, bleibt dennoch für alle Zeit seiner geistigen Urheimat verbunden, auch wenn er nicht darum weiss."
Bô Yin Râ, Kultmagie und Mythos



"Nur wenn der einzelne erkennt, dass er sich selber Schaden zufügt, wo er anderen um seines Vorteils willen Nachteil schafft, wird alle Fehlwirtschaft, die heute ganze Völker zu entkräften droht, verschwinden."
Bô Yin Râ, Das Gespenst der Freiheit



"So sehr auch die Kräfte im physischen Universum gegeneinander wüten in ihrem Selbstbehauptungsdrang, so kennt Natur doch keinen 'Hass'."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Es ist töricht, den menschlichen Hass dem Instinkte der Tiere zu vergleichen, die andere Tiere zu vernichten streben, weil sie, - wie jede Form, in deren Darstellung sich Urseinselemente erleben, - allein nur sich selbst behaupten wollen."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Ihr ruft noch: 'Krieg dem Kriege!' - doch ich rate euch, lieber zu rufen: 'Verachtet sei hinfort der Hass!' Nur wenn der Hass verächtlich wird, kommt auch die Zeit, die euch den Krieg verachten lehrt."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Gegensätze und Wettkämpfe zwischen Grund und Gegengrund entwickeln mancherlei Kräfte und fördern fliessendes Leben, doch müssen sie wahrlich nicht zum Kriege führen, so wenig wie jemals der Sieger im Spiel seinen überwundenen Gegner erschlagen muss."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Ein jeder Erdenmensch, der den Hass in sich zu vernichten sucht, führt damit den einzigen 'gerechten' Krieg, den Krieg, der Menschenmordkriege einst unmöglich machen wird."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Doch auch der Mordkriege endliche Überwindung durch den Menschengeist kann nicht bewirken, dass sich die Gegenkräfte, die in aller physischen Natur am Werke sind, zu gleicher Strebensrichtung einen könnten; denn solche Einung wäre die Vernichtung dieses ganzen äusseren Universums."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Je mehr du erkennst, dass all dein Hassen nur das Gehasste nährt, desto eher wirst du dich dem Hasse entwinden. Wenn du wirklich willst, dass ein Verderbliches sich in sich selbst verzehrt, dann brauchst du ihm nur deine Liebe völlig zu entziehen!"
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Billig, wertlos und eitler Tand fürwahr ist alles, das ohne Kampf erreichbar sich zeigt."
Bô Yin Râ, Worte des Lebens



"Noch keiner hat jemals den wahrhaften Frieden sich erkämpft, der nicht den Willen in sich trug, den Kampf nur als Sieger zu beenden."
Bô Yin Râ, Worte des Lebens



"Arm ist, wirklich bettelarm, und wenn er über alle Schätze der Erde verfügte, wer die unerschöpfliche Verstärkungsmöglichkeit aller seiner Kräfte nicht kennt, die in der Fähigkeit zur Arbeit ihm gegeben ist."
Bô Yin Râ, Das Buch des Trostes



"So 'einförmig' auch, so 'geisttötend' dir deine Arbeit erscheinen mag: werte sie nicht vor dir selbst noch mehr herab, dann wirst du entweder entdecken, wie du sie aus ihrer Eintönigkeit erlösen kannst, oder du wirst den gleichen 'Handgriff' stets mit neuem Bewusstsein tun, so dass dein Geist der gleichen Sache tausend neue Seiten abgewinnen wird."
Bô Yin Râ, Das hohe Ziel



"Du kannst ungeahnte geistige Kraft aus jeder Arbeit schöpfen, die du so zu tun weisst, dass kein anderer sie besser leisten könnte!"
Bô Yin Râ, Das hohe Ziel



"Steht deiner Arbeit Aufeinanderfolge in deiner freien Wahl, dann wähle zuerst, was dir am meisten widerstrebt, und suche es zu lieben!"
Bô Yin Râ, Das hohe Ziel



"Es ist viel leichter, seines Alltags Pflichten zu verachten, als sie zu erfüllen."
Bô Yin Râ, Das hohe Ziel



"Bezwinge deine Abneigung, und du wirst auch der ödesten Arbeit überlegen sein; sie wird dir Freude bringen durch die Art ihr zu begegnen!"
Bô Yin Râ, Das hohe Ziel



"Du darfst deine Arbeit niemals nur als Mittel betrachten, das eben gebraucht werden muss, um das zu erlangen, was deines Lebens Notdurft erheischt!"
Bô Yin Râ, Das hohe Ziel



"In der gutgetanen Arbeit selbst liegt ihr höchster Wert beschlossen, den dir keiner vorenthalten, den dir keiner rauben kann. Der weiss noch nichts vom Segen der Arbeit, der seine Arbeit nicht lieben lernte. Der wird den Segen der Arbeit niemals geniessen, der sich ein Glück erträumt, dem die Arbeit fehlt!"
Bô Yin Râ, Das hohe Ziel



"Wer arbeitsfähig ist und nicht die Arbeit, als die Selbstdarstellungsweise seiner Seele, liebt, der ist noch weit davon entfernt, sein übererdenhaft bedingtes Sein in sich zu ahnen."
Bô Yin Râ, Das Gespenst der Freiheit



"Es fehlt auf dieser Erde nie an Arbeitsmöglichkeit, hingegen fehlt es allzusehr an Menschen, die sich jeder Arbeitsmöglichkeit bequemen wollen."
Bô Yin Râ, Das Gespenst der Freiheit



"Jeder trägt in sich die Macht, auf irgendeinem Tätigkeitsgebiet, das ihm wahrhaft entspricht, Vollkommenes zu leisten."
Bô Yin Râ, Das Gespenst der Freiheit



"Vielleicht kannst du in kleinem Rahmen Allerbestes leisten, während du vergeblich dich bemühst, im Wettbewerb mit denen zu obsiegen, die von Natur aus schon zu weitaus Grösserem befähigt sind. Unzählige erleiden Schiffbruch, weil sie zwar ein gutes, aber allzu kleines Boot besitzen, um damit den Ozean zu überqueren, und doch dem Ehrgeiz nicht gebieten können, der sie verleitet, sich aufs hohe Meer zu wagen."
Bô Yin Râ, Das Gespenst der Freiheit



"Wird Arbeit 'schlecht bezahlt', so ist das immer nur ein Zeichen, dass gerade dieser Arbeit ein zu grosses Angebot von Arbeitswilligen verfügbar bleibt, und jeder, der sich weiterhin darauf versteift, nur eben diese Art der Arbeit weiterhin zu leisten, obwohl sie längst genug der Köpfe oder Hände fand, wird nur zum Schädling für die hier bereits Beschäftigten, obgleich er selbst dabei auch nicht das mindeste gewinnt und sich nur selber seinen Weg verbaut."
Bô Yin Râ, Das Gespenst der Freiheit



"Nur Arbeit um der Arbeit willen: - Arbeit, die das höchste Resultat erstrebt, kann jenen ersehnten allgemeinen Wohlstand schaffen, der niemals zu erreichen ist, solange Arbeit noch wie ein lästig Notwendiges nur erduldet wird."
Bô Yin Râ, Das hohe Ziel



"Es mag das Tun eines Menschen ihm selbst auch noch so alltäglich erscheinen, so kann er dennoch sicher sein, dass es auf irgendeinem Umweg in den höchsten Werken der mit ihm Lebenden zutage tritt, und wiederum sind die Werke der schöpferischen Geister, mögen sie auch aller Alltagssorge weit entrückt erscheinen, die einzige Gewähr dafür, dass ein Kulturkreis sich erhält und allen, auch den Kleinsten, gutgelohnte Arbeit bieten kann."
Bô Yin Râ, Das Buch des Trostes



"Niedrigste Arbeit hier auf Erden kann dir ungeahnte Kräfte für dein späteres Leben auf der geistigen Seite der Welt zuströmen lassen, wenn du das dir Übertragene nur in treuester Pflichterfüllung, freudig und nach besten Kräften also ausführst, als sei der Bestand des ganzen Weltalls allein von der Güte deiner Arbeitsleistung abhängig."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Jenseits



"Es muss Fehlwirtschaft ergeben, wenn der Staatshaushalt Unzählige, als Helfer der Verwaltung, einer produktiven Tätigkeit entzieht, der sie sehr wohl gewachsen wären."
Bô Yin Râ, Das Gespenst der Freiheit



"Kein grosses Werk echter Kunst ist hier auf Erden je entstanden, ohne die Schöpferkraft der Liebe, die den Formenden erfüllte."
Bô Yin Râ, Das Buch der Liebe



"Das vollkommene Kunstwerk ist eine Welt für sich, und in dieser, seiner Welt ist nur das von Wert, was wirklich erst durch das Werk zur Existenz kam."
Bô Yin Râ, Das Reich der Kunst



"'Schaffen' im künstlerischen Sinne ist nicht das Erscheinenlassen einer Form aus dem Nichts. Künstlerisches Schaffen ist: Organisieren."
Bô Yin Râ, Das Reich der Kunst



"Der wahrhafte Künstler schafft immer eine neue Welt aus seinem Innern, indem er die Bewegungen seiner Seelenkräfte zu Formen sinnenfälligen Ausdrucks gestaltet, auch wenn diese neue Welt der äusseren Erscheinungswelt auf das Genaueste zu gleichen scheint."
Bô Yin Râ, Das Reich der Kunst



"Stil, als ein Lebendiges, entsteht ungewollt, sobald die Triebkräfte eines Lebens in Harmonie zusammenwirken. 'Gewollter Stil' ist ein Widerspruch in sich selbst. Zu wahrhaftem Stil in der Kunst gelangen wir nur, wenn jeder Künstler wieder in Ehrfurcht vor dem Gott in seiner Brust zu seinem Handwerkszeug greift, auf nichts bedacht, als seiner Seele Schöpfungsdrang zu folgen und seine Mittel zu treuem Dienste am Werk der lebendigen Gestaltung zu erziehen."
Bô Yin Râ, Das Reich der Kunst



"Ein jeder berufene echte Künstler ist ein Brückenbauer, der das Reich der äusseren Sinnenwelt mit den Gestaden des übersinnlichen verbindet."
Bô Yin Râ, Das Reich der Kunst



"Ich will den 'Künstler' in dir wecken, der aus dir ein ewiges Götterbild gestalten kann."
Bô Yin Râ, Welten



"Wenn du dereinst mit deinem Gott in dir vereinigt bist, wird all dein Leben nur ein Tun und Wirken, ja du selber wirst nur Tun und Wirken sein!"
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Das Wissen um eine Lehre, die zum Leben führt, wird erst dann zum Heil, wenn der also Wissende die Lehre auswirkt in Leben und Tat."
Bô Yin Râ, Das Mysterium von Golgotha



"Alles Glück der Erde ist ein Glück des Schaffenden, sei es, dass er in sich das königliche Reich der Liebe schaffe, sei es, dass sich sein Werk aus dem Geist gestalte, sei es, dass materielle Werte seinem Schöpferwillen in Materie Gestaltung geben."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Glück



"Auch hier und jetzt bist du mitten in der Ewigkeit, und was du jetzt dir nicht zu schaffen vermagst, wird dir kein Gott in aller Ewigkeit verschaffen können."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Glück



"Jede Kraft wird nur entwickelt durch Betätigung."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Keine Vorstellung ist zu phantastisch, um nicht noch immer hinter der Wirklichkeit zurückzubleiben, will sie sich ein Bild jener Wirkungen gestalten, die durch ein rapid vermehrtes Glücksempfinden auf dieser Erde bis in die entferntesten Räume der Sphären ausgelöst werden können. Glück ist die Befriedigung des Schaffenden in seiner Schöpfung."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Glück



"Wüsste man, was der Wille des Menschen wirklich vermag, dann wäre bald auf dieser Erde eine Zahl der Glücklichen zu finden, weit grösser, als sie selbst der kühnste Träumer zu erhoffen wagt, der alle Glückesmöglichkeit vom Siege seiner Weltverbesserungs-Ideen abhängig glaubt."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Glück



"Willst du dein Glück dir schaffen, dann wisse, dass du Mittel und Wege finden wirst, deine Schuld an die Menschheit in einer dir genehmen Weise abzutragen, sobald du erst wissen wirst, was du wirklich noch zu bezahlen hast!"
Bô Yin Râ, Das Buch vom Glück



"Ein jeder aus euch zahlt eine Schuld von Äonen her zurück, wenn auch nur eine Seele durch ihn zum Ziele geleitet wird."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Es gibt kein Erdenwirken für den Menschen, das nicht der Liebe hohe Schöpferkraft aus seiner Enge Fessel lösen könnte."
Bô Yin Râ, Das Buch der Liebe



"Wirkliche Freiheit tritt nur klar und bestimmt in Erscheinung; denn sie bedarf gefestigter Form. Nicht in Form gefasst, würde sie sich selbst aufzehren. Form ist Ausgleich zwischen allem 'Zuviel' und allem 'Zuwenig'."
Bô Yin Râ, Das Gespenst der Freiheit



"Wo noch der Zwang vonnöten ist, 'Autorität' zu stützen, dort ist zu fragen, ob denn wirklich noch Autorität bestehe oder nur ihr Spottbild, das sich zwänglich zu erhalten strebt? Autorität ist nur zu gründen auf in Freiheit dargebotenes Vertrauen."
Bô Yin Râ, Das Gespenst der Freiheit



"Wer sich abkehren will von der 'Fata Morgana' allerwärts wechselnden, wesenlosen Scheines der Freiheit, wer endlich das Kennmal wirklicher Freiheit erfahren will, dem wird es aufleuchten in ungeahnter Helle, sieht er die Menschen der Vorzeit ihre Götter: - die Freiesten der Freien, - unterordnen der Notwendigkeit. Es ist noch keiner wirklich frei geworden, den die Notwendigkeit nicht 'freigesprochen' hätte."
Bô Yin Râ, Das Gespenst der Freiheit



"Dort, wo wirklich reine Wissenschaft betrieben wird und nicht nur Götzendienst vor ihren Dienern, dort ist noch immer weitaus mehr Gewähr für sichere Erkenntnis dargeboten, als jemals jene wilden Wüsten darzubieten haben werden, in die sich urteilslose Eigenbrötelei durch das Gespenst der Freiheit allzu leicht verlocken lässt."
Bô Yin Râ, Das Gespenst der Freiheit



"Sicherer Halt ist immer zugleich Widerstand."
Bô Yin Râ, Das Mysterium von Golgotha



"Alles, was du 'Zufall' nennst, ist wirklich ein Dazugekommenes, ein dem kausalen Ablauf des Geschehens Zugefallenes, aus dem dir unzugänglichen Bereich der unsichtbaren Welt."
Bô Yin Râ, Auferstehung



"Strebst du bedenklichen Dingen zu, dann wird dir der 'Zufall', gelenkt durch die niederen Intelligenzen der unsichtbaren physischen Welt, alsbald die Wege ebnen, die dich zu Schuld und Frevel führen, und jeder Tag wird dir neue, ungesuchte Versuchung bringen. Bist du jedoch bereits auf dem Wege zum Geiste angelangt, so wirst du auch da auf Schritt und Tritt dem 'Zufall' begegnen, doch hier gelenkt von den hohen, liebenden Führern aus der Geisteswelt, die dir auf solche Weise gar manches nahezubringen wissen, dessen du auf deinem Wege, hier in der Aussenwelt, für dein geistiges Entfaltetwerden bedarfst."
Bô Yin Râ, Auferstehung



"Im Äusseren musst du dich behaupten lernen, soll das Äussere dir nicht zur Fessel werden!"
Bô Yin Râ, Worte des Lebens



"Du wirst nicht 'gerichtet', sondern richtest dich selbst durch die Benützung dessen, was deiner Macht auf Erden untertan ist."
Bô Yin Râ, Der Sinn des Daseins



"Bist du ein armer Bettler, so darfst du sicher sein, dass das, was du aus deiner Armut wirken wirst, gewiss nicht geringeren Wertes ist, als die Grosstaten eines Reichen, - doch lebst du im Reichtum, so wird dein Erdenwirken nur insoweit geistig gelten, als es eben diesem Reichtum angemessen ist."
Bô Yin Râ, Der Sinn des Daseins



"Alles, was auf dieser physisch wahrnehmbaren Seite der Welt gedacht, empfunden und gewirkt wird, übt eine stete Wirkung aus in die 'jenseitige' Welt. Die Früchte aller Werke der Tat, die der Mensch hier im Irdischen erstehen lässt, bleiben ihm erhalten, weit über den Tod hinaus, auch wenn seine Werke auf Erden nur physischen Zwecken dienen."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Jenseits



"Noch sind nur Seltene sich der Verantwortung bewusst, die sie für jeden leisesten Gedanken, jedes Wort und jede Tat in dieser Aussenwelt zu tragen haben. Die Allermeisten wissen nicht - und manche wollen es nicht wissen - dass Worte und Gedanken für die Wirkung in das Innere des Menschen fast gleichen Wertes sind wie die vollbrachte Tat."
Bô Yin Râ, Kultmagie und Mythos



"Du musst als Mensch der Aussenwelt, in die du nun einmal geboren bist, zu wirken trachten Tag für Tag, wie alle äussere Natur stets wirkt und immer neue Formen bildet, wenn du den Willen also in dir stählen lernen willst, dass deiner Seele Kräfte ihm gehorchen können!"
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"Niemals wird mehr von dir verlangt, als was du wirklich leisten kannst, ohne Pflichten, die aus deinem äusseren Dasein sich ergeben, zu versäumen."
Bô Yin Râ, Der Sinn des Daseins



"Du wirst aus dem, was dir übergeben ist, auch deinen gerechten Beitrag leisten müssen, um das Kapital des Geistes hier in dieser Sichtbarkeit zu mehren! Es handelt sich keineswegs etwa darum, dein Hab und Gut zu verteilen, aber aus dem, was du besitzest, ergibt sich, was du darbieten kannst, um Geistiges in dieser Erdenwelt zu verankern, wie auch nach gleichem Masse das Mass deines dir übertragenen, dich verpflichtenden Wohltuns sich bestimmt."
Bô Yin Râ, Der Sinn des Daseins



"Ferne stehen mir die selbstsüchtig-ängstlichen 'Kinder dieser Welt', die immer nur erfahren wollen, was ihrer einst wartet, statt immer so zu handeln, dass nur das Beste ihnen zum Erbteil werden kann."
Bô Yin Râ, Der Sinn des Daseins



"Sinnlich wahrnehmbar ist das Leben in allen seinen Regionen, auch wenn die Art der Sinnesorgane sehr verschieden ist."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Jenseits



"Wie das ganze physische Universum sich nur darstellt als Wirkung physischer okkulter Kräfte, so stellen sich auch die geistigen Welten nur dar als Wirkung real geistiger okkulter Kräfte, und diese wieder sind - für sich betrachtet - nichts anderes, als das Reich der flutenden Seele, das zwischen physischer Weltdarstellung und geistiger Erscheinungswelt mitteninne liegt."
Bô Yin Râ, Das Mysterium von Golgotha



"Ewig im letzten Sinne: ohne Anfang und ohne Ende, ist der 'Weltentag', ewig zu gleicher Zeit die 'Welten-Nacht'!"
Bô Yin Râ, Welten



"Irrige Spekulation hat sich zu der Anschauung verstiegen, als sei alle irdische Zeit vor einem ewigen Auge stete Gegenwart. Wohl ist auch die fernste Zukunft in der Gegenwart enthalten, aber auch ewigem Auge noch nicht gegenwärtig, sondern nur erschaute Folge gegenwärtigen Geschehens."
Bô Yin Râ, Okkulte Rätsel



"Einfach wie der Urgrund sind die letzten Geheimnisse der Natur."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Lebendigen Gott



"In allen Reichen des Kosmos, ob sie den physischen oder den geistigen Sinnen sich erschliessen, herrscht das System der 'Hierarchie', herrscht Unter- und Überordnung, und immer kleiner wird die Zahl der wirkenden Gewalten, je weiter ihre Macht und ihre Wirkung reichen."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Menschen



"Alles Leben im Kosmos ist die Wirkung polarer Gegensätze, ist Austausch zwischen polar entgegengesetzten Kräften."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Glück



"Wer da den Reichtum vernichten möchte, um der Armut zu helfen, der hat noch nicht erkannt, dass auch Armut und Reichtum einander brauchen, wie jeder Pol seines Gegenpoles bedarf. Wer der Armut wirklich helfen will, der muss den Reichtum wollen."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Glück



"Irrig ist es, anzunehmen, dass die Armut, deren die Menschheit ebenso wie des Reichtums bedarf, stets nahe an Mangel grenzen müsse, um des Reichtums Gegenpol zu sein."
Bô Yin Râ, Das Buch vom Glück



"Keine Theorie wird je die Tatsache aus der Welt zu schaffen vermögen, dass jedes Volk seinen wirklichen Wohlstand verliert, bei dem die 'Goldwährung' aufhört, de facto zu bestehen. Es ist nötig, dass das Gold von Hand zu Hand geht, dass auch die weniger begüterten Kreise es noch als Schmuck tragen und an seinem Umlauf teilnehmen, soll ein Volk wirklich gedeihen und nicht nur gerade noch 'vegetieren'. Es ist ein Fehler, den Umlauf des materiellen Goldes aufzuheben, und dieser Fehler muss sich unter allen Umständen bitter rächen. Wohlstand und Lebensenergie werden in gleicher Weise schwer gefährdet durch die aus guter Absicht erfolgte Einziehung des im Umlauf befindlichen Goldes, sobald diese Auslaugung des Goldes aus dem Alltagsleben längere Zeit währt!"
Bô Yin Râ, Okkulte Rätsel